Wobei geht es im Pilates?

Bei Pilates (auch genannt Pilates-Methode) handelt es sich um ein Ganzkörpertraining, welches nicht einzelne Muskeln beim Training anspricht, sondern ganze Muskelketten und vor allem die Figur formen soll. Im Fokus des Pilates stehen zumeist die vernachlässigte Tiefenmuskulatur des Rückens und der Körpermitte, die für eine gute und gesunde Haltung zuständig sind.
Das Training beinhaltet auch den Vorteil, eine bessere Haltung und Balance zu erzielen, da eine Fehlhaltung im Laufe des Lebens zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann. Außerdem werden die Bewegungsabläufe und in verschiedenen Sportarten harmonisiert.

Die Übungen, seien sie an den Matten oder Geräten, zielen darauf ab, ein Bewusstsein für Fehlhaltungen zu entwickeln und negative Haltungen aufzugeben und durch richtige zu ersetzen. Dabei steht auch das harmonische Verhältnis von Kraft und Flexibilität im Vordergrund. Dies wird erreicht durch ein kontrolliertes und präzises Ausführen der Übungen.

Die zahlreichen Übungen bieten für so gut wie jeden die „richtige“ Übung. Da viele Übungen auch auf alltägliche Bewegungsabläufe abzielen, werden viele der Übungen im Laufe des konsequenten Pilates-Trainings mit in den Alltag genommen.

Die Pilates-Prinzipien

Der Gründer Joseph Pilates selbst verwendete diesen Begriff nicht. Die Prinzipien wurden erst knapp hundert Jahre nach der Erfindung des Pilates in einem 1980 veröffentlichten Buch über Pilates erwähnt. Es wurden bisher auch nicht wirklich sechs Prinzipien festgelegt, aber die bekanntesten und am häufigsten genannten lauten wie folgt:

Konzentration und Fokussierung: Für jede Übung braucht man Konzentration, denn nur dann spürt man die Muskelpartien und kann darauf achten, sich nicht falsch zu bewegen. Zusätzlich lässt man den Alltagsstress hinter sich und kann neue geistige Kraft schöpfen.

Atmung: Jeder Übungsablauf ist verbunden mit Ein- und Ausatmungsphasen. Der Körper wird optimal mit Sauerstoff versorgt, löst Verspannungen und steigert auch das Konzentrationsvermögen während der Übungen.

Zentrierung: Im Pilates konzentriert man sich auf das Körperzentrum. Alles geschieht nach dem Prinzip von innen nach außen. Stärkt man die tieflegenden Muskeln von Bauch, Rücken und Beckenboden, wird sich das auf die Körperhaltung, die äußeren Muskelpartien und die allgemeine Muskelharmonie aus.

Kontrolle und Präzision: Jeder Schritt ist genau vorgegeben und hilft einem bei der Selbstwahrnehmung des Körpers, sowie bei der Kontrolle des Körpers selbst. Die während der Übungen errungenen Erkenntnisse und Fähigkeiten gehen mit in den Alltag und wirken sich in vielerlei Hinsicht positiv aus.

Für wen ist Pilates geeignet?

In der Theorie kann es jeder machen. Hochleistungssportler, darstellende Künstler, Manager, Mütter, Bürohengste – Sie alle eignen sich dafür, Pilates zu machen. Da Pilates nichts anderes als Gymnastik ist, besteht keine große Verletzungsgefahr. Auch in der medizinischen Rehabilitation wird oft Pilates zur Besserung von Rückenschmerzen oder nach Sportverletzungen eingesetzt.

Da es aber keine einheitlichen Richtlinien gibt, sollte man bei der Wahl des Pilates-Trainers immer mit einer gewissen Vorsicht vorgehen. Jemand, der einen Crash-Kurs am Wochenende gemacht hat, weiß nichts über die Anatomie oder die Zusammenhänge im Körper, was zu Verletzungen führen kann, die noch lange Folgeprobleme mit sich ziehen könnten.

Auch sollten Menschen, die mit bekannten gesundheitlichen und chronischen Problemen der Knochen oder Muskeln leiden vorher den Rat eines Arztes einholen. Nicht jede Übung ist für alle Menschen geeignet. Gesundheitliche Vorbelastungen müssen, wenn man Pilates macht, mit dem Trainer abgesprochen und die Übungen dementsprechend angepasst werden. Vor allem Schäden an der Wirbelsäule sind ernst zu nehmen.


Nach der Geburt: Übungen für Rücken und Becken

Ziel ist die Stärkung und Dehnung der Rückenmuskulatur an sich. Da die Belastung nach der Schwangerschaft durch die schweren Brüste, das Hochnehmen und Tragen des Babys nicht aufhören, klagen vor allem in der Zeit Wochen bis Monate nach der Geburt Mütter über Rückenschmerzen.

Rückenübungen

Grund dafür ist die Überlastung der Rückenmuskulatur. Mit den richtigen Übungen wird die Belastungsgrenze an sich erhöht. Wichtig ist, dass die Übungen nicht ruckartig oder hektisch durchgeführt werden. Noch Monate nach der Geburt liegen die Gelenke noch etwas gelockert vor und können bei ruckartigen Bewegungen schnell zu Verletzungen führen. Sie sollten sich also Zeit und Ruhe für die Übungen schaffen. Eine Unterlage, damit Sie nicht direkt auf dem Boden aufliegen, sollte auch vorhanden sein.

Übung zur Entspannung

Legen Sie sich bäuchlings auf den Boden und strecken Sie beide Beine aus. Heben Sie den Oberkörper an, indem Sie die Handflächen und Unterarme auf den Boden stützen. Dabei sollten Sie die Ellenbogen etwa auf Höhe der Brüste liegen haben. Achten Sie darauf, dass der Kopf eine Verlängerung zur Wirbelsäule bildet und nicht nach unten hängt oder besonders nach oben gehoben wird. Ziehen Sie die Schultern zurück, also weg vom Kopf, sodass es nicht unangenehm zieht.

Sollte das Aufliegen Ihrer Brüste Schmerzen verursachen, legen Sie ein Kissen auf Schlüsselbeinhöhe unter. Dies federt ein wenig ab.

In dieser Übung heben Sie die Beine an und strecken die Füße dabei heraus. Die Po- und Rückenmuskulatur sollte bei der richtigen Ausführung leicht angespannt sein. Nun versuchen Sie diese gespannte Position noch in die Länge zu strecken, damit eine Grundspannung entsteht, die den Rücken entspannt.

Übung für den oberen Rücken

Die Grundposition ist nun im Stehen. Achten Sie darauf, dass Ihre Beine etwa hüftbreit auseinander stehen und gehen Sie leicht in die Knie. Nun strecken Sie die Arme gerade nach hinten und halten Sie Ihren Oberkörper wie in der Ausgangsposition. Die Handflächen sollten dabei nach innen gewendet sein und die Schulterblätter werden leicht nach hinten unten gezogen.

Jetzt nehmen Sie beide Arme in gestreckter Position nach vorne und heben Sie solange an, bis die Arme in etwa auf Höhe Ihrer Schläfen sind und die Finger in Richtung Decke zeigen. Gleichzeitig gehen Sie in eine leichte Hocke und halten die Position für ein paar Sekunden.

Nun kehren Sie wieder in die Ausgangsposition, ohne die Streckung der Arme zu unterbrechen, zurück.

Beckenübungen

Auch die Muskeln des Beckens sind nach der Geburt überstrapaziert und bedürfen ein wenig Unterstützung beim Erholen. Eine einfache Übung, um das Becken wieder voll zu durchfluten, kann da bereits der Anfang sein und direkt zu Beginn durchgeführt werden.
Legen Sie auch auf den Rücken und strecken Sie Arme und Beine senkrecht zur Decke hoch. Schütteln Sie Arme und Beine sorgfältig aus, bis Sie das Gefühl haben, Sie sind leichter geworden.

Schließmuskulatur kräftigen

Auch diese Übung findet im Liegen statt. Legen Sie sich auf den Rücken und stellen Sie die Beine an, während Sie die Arme neben dem Körper ausstrecken. Nehmen Sie sich Zeit, ein paar Mal tief einzuatmen. Beim nächsten Ausatmen rollen Sie das Becken nach Oben, wodurch Ihr Kreuz sich abrundet.

Wenn Sie einatmen, gehen Sie ins Hohlkreuz und versuchen Sie diese Bewegungen ohne Beanspruchung der Pomuskulatur zu machen.
Beim nächsten Ausatmen gehen Sie wieder ins Rundkreuz und zurück in die liegende Position. Wiederholen Sie das, langsam und bewusst, 10 Mal aus.

Um die Schließmuskulatur zu trainieren, wiederholen Sie die gesamte Übung noch einmal, mit dem Zusatz, beim Ausatmen die Scheidenmuskulatur anzuspannen. Dasselbe wiederholen Sie dann ein drittes Mal mit dem After.

Wichtig ist, dass sie große, weiche Bewegungen machen, ansonsten könnte es kontraproduktive Auswirkungen haben.


Wundermittel Grüner Tee

Auch in grünem Tee ist Koffein (früher auch als Teein bezeichnet) enthalten und variiert je nach Teesorte sehr stark in dem Koffeingehalt. Der leicht bittere Geschmack des grünen Tees ist auf die Catechine zurückzuführen, die in zahlreichen Tee- und Obstsorten wiederzufinden sind. Diesem Inhaltsstoff werden die meisten gesundheitsfördernden Wirkungen zugeschrieben.

Neben diesem Inhaltsstoff enthält grüner Tee die Vitamine A, B und B2 sowie zahlreiche Mineralstoffe, die der Körper in ausreichender Dosis benötigt. Enthalten sind: Kalzium, Kalium, Phosphorsäuren, Magnesium, Kupfer, Zink, Nickel, Carotine und Fluorid. Ebenso enthält grüner Tee Aminosäuren, die den Körper unterstützten.

Grüner Tee ist eine besondere Art, Tee herzustellen. Im Gegensatz zum schwarzen Tee wird er nicht fermentiert. Das heißt, ihm werden keine mikrobiellen oder enzymatischen Umwandlungen aufgezwungen. Ein Beispiel für ein fermentiertes Getränk ist Bier, welches durch gesteuerte, enzymatische Prozesse hergestellt wird.

Die richtige Zubereitung zur Entfaltung der vollen Wirkung des grünen Tees ist abhängig von den Blättern des Tees selbst. Das Lesen der Packung oder das Nachfragen beim Verkäufer trägt erheblich zur richtigen Zubereitung bei, welche notwendig ist, um alle Wirkungen aus dem grünen Tee zu ziehen. Allgemein kann man sagen, ein paar Blätter mit heißem Wasser übergießen und mindestens zwei Minuten ziehen lassen.

Gesundheitsfördernde Wirkungen

Abgesehen davon, dass eine Bandbreite an Vitaminen und Mineralstoffen enthält, sind vor allem die Gerbstoffe (Tannine) mit einem direkten Effekt verbunden. Der grüne Tee enthält von diesen Gerbstoffen mehr als der schwarze Tee, weswegen der grüne Tee herber schmeckt. Wichtiger jedoch ist, dass diese Gerbstoffe sich auf einen nervösen Magen beruhigend und bei einem trägen Darm stopfend auswirken.

Trinkt man den Tee in ausreichenden Mengen und vor allem regelmäßig, wirken sich die Inhaltsstoffe positiv auf die Reaktionsfähigkeit der Blutgefäße und die Elastizität der Arterien aus.

Grüner Tee enthält nur wenige Kalorien und eignet sich so als geschmacksvolles Ersatzgetränk bei einer Diät. Außerdem wirkt sich der Tee positiv auf den Stoffwechsel und somit auch auf die Fettverbrennung an sich aus. Dennoch ist Grüner Tee kein Allheilmittel und ohne passende Diät mit gesunder Ernährung wird es keinen Abnehmerfolg haben.

Das enthaltene Koffein eines zubereiteten Tees ist zwar nicht ganz so stark dosiert wie in einem gekochten Kaffee, ist aber weitaus gesünder und hat einen wachmachenden Effekt. Kaffee wirkt sich auf einige Menschen eher puschend als weckend aus, sodass grüner Tee ein gesunder Ersatz ist.

Inhaltstoffe, die gesund halten

Da die Gerbstoffe in dem Tee die Eisenaufnahme des Körpers durch eigene starke Bindung verhindert, sollte man eine Stunde nach einer eisenhaltigen Mahlzeit keinen grünen Tee trinken oder die Blätter nur zwei Minuten ziehen lassen. Die Gerbstoffe gelangen nämlich erst nach 2 Minuten in den Tee.

Ein hoher Gehalt an Polyphenolen, die im Gerbstoff Tannin enthalten sind, bedingt Antioxidantien im Blutkreislauf des Trinkenden. Diese bewahren den Trinkenden vor schädlichen Wirkungen auf den Stoffwechsel, in dem sie freie Radikale einfangen und binden. Diese besondere Reaktion schützt gegen die Wirkung von UV-Strahlen und schützt die Haut des regelmäßig Trinkenden besser, als bei einem, der noch nie grünen Tee getrunken hat.

Hat man mit Übersäuerung (wie bei Gicht, Arthrose oder Arthritis) zu kämpfen, kann der regelmäßige Teekonsum bei einer Entsäuerung des Körpers helfen. Besonders bei dem grünen Tee ist, dass er auch in das Zellinnere eindringen kann, wo so manche Basen-Präparate dran scheitern. Auch unterstützt der Tee die Nierenarbeit und somit die Ausscheidung von Giftstoffen.


Vitamin B12

Bei Vitamin B12 handelt es sich um ein äußerst wichtiges Vitamin für den Körper. Es ist maßgeblich an der Blutbildung beteiligt, schützt das Herz-Kreislauf-System und ist für das Nervensystem an sich nicht wegzudenken. Vitamin B12 ist in verschiedenen Formen anzutreffen und kann auch über verschiedene Quellen aufgenommen werden.

Dennoch leiden viele, vor allem Veganer und Vegetarier, Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden und Bewohner der Industriestaaten, an einem Vitamin B12-Mangel. Dieser wirkt sich durch starke Müdigkeit, Schwäche und teils depressive Züge aus.

Welche Gründe gibt es für den Mangel?

Der menschliche Organismus ist nicht in der Lage, Vitamin B12 selbst herzustellen. Deswegen sind Mangelerscheinungen oft mit Veganern verbunden, was jedoch auch auf Alles- und Fleischfresser zutreffen kann.

Menschen nehmen das Vitamin durch externe Quellen, hauptsächlich durch Fleisch und die Innereien, auf. Der tägliche Vitaminbedarf eines durchschnittlichen Erwachsenen wird bereits durch den Verzehr von zum Beispiel 100 Gramm Makrelen gedeckt.

Eine gestörte Verdauung hingegen bedingt, dass die Vitamine nicht richtig aufgenommen werden und ein Großteil des Vitamines mit dem Kot wieder ausgeschieden wird. Was der Grund ist, wieso manche Tiere ihren eigenen Kot fressen. Da dies für Menschen keine Alternative ist, muss der Vitamin B12-Bedarf auf andere Weise gedeckt werden.

Dies kann man, wie die Veganer, durch einen ausreichenden Konsum von Käse oder Eiern machen. Da bei Veganer der allgemeine Bedarf höher ist.

Zum Beispiel hat Käse ungefähr 3 Mikrogramm Vitamin B12 pro 100 Gramm. Für den durchschnittlichen und gesunden Erwachsenen mit einer Alles-Fresser-Ernährung bedarf es lediglich einer Ergänzung von gesamt 10 Mikrogramm. Wird das nicht durch die allgemeine Ernährung ausgeglichen, müsste dieser Mensch rund 333,34 Gramm Käse am Tag essen.

Bei einem Vegetarier ist der durchschnittliche Bedarf 250 Mikrogramm Vitamin B12. Das ergäbe, wollte er den Bedarf decken, über 8 Kilogramm Käse täglich essen. Da dies nicht unbedingt der Ernährungsplan von Vegetarier ist, entsteht dadurch meist ein Vitamin B12-Mangel.

Da für Veganer der Milchprodukte Konsum nicht in Frage kommt, können diese noch auf Pflanzen zurückgreifen. Wenn dies Pflanzen aus einer natürlichen und biologischen Landwirtschaft stammen, sind dort viele Mikroorganismen im Spiel gewesen, die Vitamin B12 herstellen und somit einen geringe Bedarfsdeckung bieten. Die einzige bekannte pflanzliche Quelle ist die Alge Chlorella, die pro Portion noch ungefähr 1,5 Mikrogramm liefert.
Viele greifen aufgrund der schweren Deckung, bei erhöhtem Bedarf oder einer Aufnahmestörung auf B12-Präparate zurück, um einen Mangel vorzubeugen.

Was passiert bei einem Mangel konkret?

Wenn sich die Mangelerscheinungen bereits in Symptomen äußern, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dann sind die Mängel im Körper bereits nicht mehr einfach auszugleichen, da sie bereits die Prozesse über längeren Zeitraum hinweg gestört haben.

Die Coenzyme des Vitamin B12 sind an zwei wichtigen Prozessen beteiligt. Einmal die Blutbildung und einmal die Zellteilung.

Die Störung der Zellteilungsprozesse zeigen sich vor allem durch eine hohe Aktivität in den Organen, wie zum Beispiel dem Knochenmark. Das Vitamin B12 ist maßgeblich an der Synthese von DNA und RNA beteiligt, die beide zur Bildung von Knochenmark benötigt werden. Da die Synthese schon nicht reibungslos läuft, wird zu wenig der beiden wichtigen Bestandteile produziert und es wird versucht, dies durch eine erhöhte Zellteilung in den Organen auszugleichen.

Da dieser erhöhte Prozess mehr Energie bedarf, fühlt man sich auf Dauer erschöpft und müde.

Liegt dieser Mangel bereits in der Kindheit vor, kann es zu ernsthaften körperlichen Entwicklungsstörung führen.

Auch auf psychische Erkrankungen wie Depressionen und Demenz kann ein Vitamin B12 Mangel zurückgeführt werden. Das Vitamin ist ein Helfer bei der Bildung und Regeneration von Nervenfaserhüllen beteiligt. Neurologische oder neuropsychiatrische Störungen sind unter anderem ein Symptom für Vitamin B12 Mangel.
Neurologische Schäden sind irreversibel, das heißt eine Rückbildung der Nerven ist nicht mehr möglich.


Fitness für Senioren: Sport ist im hohen Alter beugt Verletzungen vor

Um im Alter noch sein Leben genießen zu können, ist es äußerst wichtig täglich zu trainieren. Viele Menschen ab dem Rentenalter vernachlässigen nur zu gerne dieses wichtige gesundheitliche Mittel und sind sich nicht einmal bewusst, was sie ihrem Körper damit antuen.

Wer angenehm, ohne Schmerzen, Verletzungen oder Brüche seinen Alltag im Alter erleben will, kommt um eine ausgewogene sportliche Betätigung nicht her. Denn Sport macht vitaler, stärkt die Kondition, verursacht im Körper die Ausschüttung von Hormonen, welche einem Freude machen. Sport regt auch das Immunsystem an, schützt vor Krankheiten, härtet die Knochen, macht sie dichter und schützt somit auch vor Brüchen bei ungewollten Stürzen. Bestehende Schmerzen und Erkrankungen kann dieser Effekt auch abmildern. So lässt sich das Leben und der Alltag besser meistern, beispielsweise kann der Einkauf dadurch zu einem Vergnügen werden und nicht zu einer Qual.

Alleine gute Voraussetzungen zu haben, reicht bei Weitem nicht aus. Auch eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Genussmittel, wie Zigaretten und Alkohol, reichen alleine aus. Natürlich sind diese Faktoren sehr wichtige Eckpfeiler für ein langes Leben mit einer guten Gesundheit, doch ohne die richtige sportliche Aktivität haben die Maßnahmen keinen Boden.

Natürlich kann eine ältere Person nicht den üblichen Hochleistungssport ausüben, doch es gibt eine Vielzahl an Sportarten, die auch für die älteren Generationen bestens geeignet sind.

Beispiele sind Radfahren, Wandeln, Walking, Schwimmen, aber auch Tanzen und Tai-Chi, welche neben der körperlichen Betätigung auch mit ihrem Spaßfaktor einen positiven und sanften Einfluss auf die Gesundheit nehmen können.

Menschen mit Handicap oder bestehenden Erkrankungen können einen Krankengymnasten aufsuchen, der die optimalen Betätigungen für jeden findet. Auch für Menschen mit Einschränkungen eignet sich Tai-Chi besonders gut, da die Methode der chinesischen Heilgymnastik mit sanften und fließenden Bewegungen arbeitet und deswegen eher selten zu Nebenwirkungen führen kann. Aber auch Spaziergänge halten den Körper mit Vitalität, Energie und Entspannung in einer ausgewogenen Balance.

Verbessern der eigenen Leistung

Durch Wissenschaftliche Studien wurde bewiesen, dass zweimal die Woche ausgeführter Sport, die Leistungsfähigkeit allgemein bei Senioren steigert. In den besagten Studien nahmen mehrere hundert Senioren Teil.

Sie kamen zu einem deutlichen Ergebnis: Unfälle nahmen um mehr als 30 % ab, außerdem steigerte der Sport bei 80 % der Teilnehmer die Kraft, Ausdauer und die Gehfähigkeit.

Wer aber solche Ergebnisse erreichen will, braucht nicht einmal zwangsläufig in ein Fitnessstudio zu gehen, viele gesunde Übungen lassen sich einfach ohne Hilfe zu Hause durchführen. Wer bei Aktivitäten aber lieber die Gesellschaft anderer vorzieht, kann sich einer Senioren-Sportgruppe anschließen oder geht in einen Sportverein. Bevor der erste Schritt getan wird, sollte beim eigenen Arzt nachgefragt werden, was möglich ist und wo die Grenzen sind.

Übungen, die im Alter die allgemeine Gesundheit verbessern

Im Allgemeinen ist es wichtig, die Muskulatur von Armen und Beinen zu stärken, denn diese lassen uns laufen und mit ihnen können wir die anfallenden Arbeiten ausführen. Doch eine starke Rückenmuskulatur ist ebenso wichtig für den aufrechten Gang und das Heben, sie kann auch Schmerzen in der Rückengegend verhindern oder mildern.

Dabei sollten die Partien mindestens zweimal in der Woche durch Training gestärkt werden, die Übungen müssen langsam mit mehreren Wiederholungen gesteigert werden. Es ist nicht leicht, anfangs den inneren Hund zu überwinden, doch schon nach nur 6 Monaten lassen sich die ersten großen Veränderungen feststellen. Man darf sich besonders am Anfang nicht verausgaben und sollte bei Anzeichen von Schmerzen, Pausen einlegen. Neben den vorher beschriebenen Aktivitäten lassen sich folgende Übungen besonders gut empfehlen:

Die Beinmuskulatur deutlich kräftigen:

Nehmen Sie sich einen Stuhl und halten Sie sich mit dem aufrechten Oberkörper an seiner Lehne fest, stellen Sie sich neben einen Stuhl und halten Sie sich an der Lehne fest. Achten Sie darauf, dass Ihre Taille nicht abknickt, die Knie sollten Sie dabei so weit wie möglich in Richtung Ihrer Brust heben.

Bei einem künstlichen Hüftgelenk sollte das Knie nur zur Waagerechten angehoben werden. Setzen Sie nun das Bein wieder langsam ab und wiederholen Sie die gleiche Übung mit dem anderen Bein. Das Ganze wiederholen Sie zehnmal pro Seite. Später, nach einigen Wochen können Sie die Zahl der Wiederholungen langsam steigern.

Die Hüften kräftigen:

Nehmen Sie wieder einen Stuhl, stellen Sie sich hinter diesen und halten Sie sich wieder an seiner Lehne fest. Bewegen Sie nun ein Bein zur Seite, achten Sie darauf, dass Ihre Zehen dabei nach vorne zeigen und sich die Knie oder die Teile nicht beugen. Danach führen Sie die ganze Übung mit dem anderen Bein gleichermaßen durch. Diese Übung sollte zehn Wiederholungen aufweisen, die nach Wochen wieder gesteigert werden können.

Die Oberarme richtig stärken:

Nehmen Sie erneut Ihren Stuhl und setzen Sie sich auf die Vorderseite vom Stuhl, fassen Sie nun die Armlehnen so an, dass sich die Hände neben Ihren Hüften befinden. Stellen Sie nun Ihre Füße nach vorne und drücken Sie sich nur mit den Armen hoch, strecken Sie dabei am besten Ihre Ellbogen so weit wie möglich. Nun lassen Sie sich langsam sich in den Stuhl absinken, achten Sie dabei darauf, dass Ihre Arme die Bewegung abbremsen. Wiederholen Sie das auch zehnmal und nach einigen Wochen steigern Sie die Übung langsam.


In der Pflege – Mangelernährung vorbeugen und erkennen

Mangelernährung im Alter ist keine Seltenheit, kann aber für die Betroffenen schlimme gesundheitliche Folgen haben. Deswegen ist es wichtig, bei bestehendem Untergewicht oder mangelndem Appetit genauestens hinzuschauen.

Die Motivation für Essen wird im Alter geringer, zum Teil können hierfür schwächer werdende Geschmacks- und Geruchsknospen verantwortlich sein. Der sinkende Geschmack kann zu einer steigenden Lustlosigkeit auf Essen führen und das kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Außerdem funktionieren der Durst und das Hungergefühl im Alter nicht mehr so genau wie früher. Das ist ein häufiger Grund, warum ältere Menschen oft dehydriert sind.

Der Mangel an Nahrung führt zu einem gravierenden Defizit an essentiellen Nährstoffen, wodurch Organfunktionen immer mehr heruntergefahren werden müssen.

Die im Alter ohnehin schon schlechter werdende Reparaturfunktion der Zellen, wird dadurch nur noch mehr beeinträchtigt, weil einfach wichtige Baustoffe fehlen. Da die Immunabwehr auch aus Zellen besteht, wird der Unterernährte vermehrt krank werden und sich auch langsamer oder sogar gar nicht mehr regenerieren.

Zehn Regeln von der DGE für Mangelernährung

Viele denken, dass im Alter weniger Nahrung benötigt wird als in jungen Jahren, doch diese Annahme ist falsch – ein älterer Mensch braucht genauso viel Nahrung. Der einzige Grund, warum der Kalorienbedarf im Alter sinken kann, ist, dass sich die meisten Älteren weniger Bewegen, was auch falsch ist.

Die zehn Regeln der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung) gelten für alle Altersstufen, aber die zehn Regeln der deutschen Gesellschaft für Ernährung gelten für Personen jeden Alters. Abwechslungsreiches Essen ist wichtig. Dazu gehören jeden Tag: Getreideprodukte, Kartoffeln und 30 g Balaststoffe. Ein- bis zweimal in der Woche Fisch und Fleisch, Eier und Wurstwaren. Im Durchschnitt reichen 40 bis 70 g Fett am Tag, beim Zucker sollten es schon etwas mehr sein mit 150 bis 200 g pro Tag und Proteine sollten mit ca. 80 g zu sich genommen werden.

Bei bestehenden Bluthochdruck sollte mit Salz vorsichtig umgegangen werden, da dieses den Blutdruck noch mehr ansteigen lassen kann. Benutzen Sie beim Salz am besten nur Jodhaltiges, da Deutschland immer noch zu den Jodmangel-Gebieten gehört. Multivitamin-Präparate können neben der Ernährung helfen, ausreichend Baustoffe zu sich zu nehmen.

Trinken sollte man einen Liter Wasser pro 25 kg Körpergewicht, bei 75 kg wären es 3 Liter am Tag. Darüber hinaus sollte man jeden Tag 30 bis 60 Minuten Sport machen, zusammen mit der vorher beschriebenen Ernährung sollte ein richtiger BMI entstehen. Sollte das Körpergewicht trotz allem weiter sinken, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Hierfür können viele Ursachen in Frage kommen, von Hormonproblemen bis hin zu Karzinomen.

Wie kann eine Mangelernährung erkannt werden?

Häufig werden Gewichtsprobleme erst dann bemerkt, wenn die Kleidung nicht mehr richtig passt. Daher sollte man bei den Patienten und Angehörigen immer auf das Passen der Kleidung achten. Zudem sollte man immer auf alarmierende Signale achten, wenn die betreffende Person Nahrung ablehnt, eingefallene Augen hat, Teilnahmslosigkeit sowie Depressionen ausstrahlt.

Eine Dehydrierung erkennt man an eingetrockneten Schleim an den Mundwinkeln: der Urin wird dunkler und die Haut kann faltiger als sonst werden sowie herunterhängen.

Was ist zu tun bei einer vorliegenden Mangelernährung?

Man sollte sich die Zeit für die Betroffenen nehmen. Viele Senioren verlieren aus Mangel an Nähe die Lust am Essen, hier hilft es der Person beim Essen Gesellschaft zu leisten und über angenehme Themen zu reden. Dabei kann man die Person angenehm und stressfrei zum Essen auffordern, außerdem sieht man genauestens, wieviel gegessen wurde.

Auch Stress kann ein Grund für Appetitlosigkeit sein. Darum sollte man stets versuchen, Sorgen und Stress von so einer Person fernzuhalten oder bestehende Probleme zu mildern. Bei Dehydration empfiehlt sich alle 15 bis 45 Minuten dafür zu sorgen, dass die Person trinkt. Man sollte sich auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen.


Lebensmittel mit Mineralstoff-Power – wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente

Vitamine allein reichen nicht aus, um gesund zu sein. Mineralstoffe und Spurenelemente sind genauso wichtig für die Arbeiten im Körper eng mit Vitaminen zusammen und sorgen erst gemeinsam für eine optimale Gesundheit.

Mineralien und ihre Eigenschaften

Mineralien sind in allen Zellen und Geweben enthalten, je nach Lokalisation sind sie in unterschiedlichen Mengen vorhanden. Alle Gewebe und Flüssigkeiten unseres Körpers enthalten unterschiedlichste Mengen an Mineralien.

Sie sind wichtige Bestandteile und kommen in Zähnen, Knochen, Muskeln, Bindegeweben, Nervenzellen und dem Blut vor. Mineralien sind für diese Orte sehr wichtig und unersetzbar, da der Körper die Stoffe nicht von sich aus herstellen kann. Deswegen ist es unerlässlich, Mineralien mit der täglichen Nahrung aufzunehmen.

Da der Körper die Mineralien nicht selbst herstellen kann, müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Nach der Aufnahme steuern sie wichtige biochemische Prozesse in einer Zelle: Sie sorgen für einen Transport von Sauerstoff, Nährstoffen und Abbauprodukten. Sie helfen dem Immunsystem, Abwehrstoffe gegen Krankheiten zu bilden. Außerdem sind sie auch ein wichtiger Bestandteil der Muttermilch. In Verbindung mit einigen Vitaminen sorgen sie dafür, dass Neurotransmitter richtig hergestellt werden können. Diese Neurotransmitter sind verantwortlich für die chemische Weiterleitung von Informationen von einer Nervenzelle auf eine Zielzelle.

In welchen Nahrungsmitteln stecken Mineralstoffe?

Es gibt eine Vielzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen, die im Körper viele wichtige Aufgaben übernehmen.

Linsen enthalten viel Eisen, 8 mg pro 100 g. Eisen ist wichtig für den richtigen Transport von Sauerstoff, dabei wird der Sauerstoff am Hämoglobin der Erythrozyten gebunden. Eisen ist für diese unerlässlich. Folgen können eine Eisenanämie sein.

In trockenen Aprikosen steckt fünfmal mehr Kalium wie in Frischen. Kalium ist wichtig für den Transport von Impulsen innerhalb der Nerven. Ein Mangel kann zu Herzrhythmusstörungen führen.

Frischer Fisch ist wichtig für den Jodhaushalt, 100 g Fisch enthalten 220 µg Jod. Darüber hinaus sollte immer mit Jodsalz gesalzen werden. Ein Mangel an Jod kann zu einer sichtbaren Vergrößerung der Schilddrüse führen. Das Jod ist wichtig für die Produktion einiger Hormone der Schilddrüse, wie T3 und T4.

Der Verzehr von Amarant kann hilfreich dabei sein, Eisen, Magnesium, Mangan und Magnesium aufzufüllen. Steinpilze enthalten Selen und Zink, welches besonders für das kindliche Wachstum, aber auch für Erwachsene unerlässlich und wichtig ist.

Das Kakaopulver der Schokolade enthält unter anderem Zink, Mangan, Chrom, Kupfer und Eisen. Die Hirse enthält neben Eisen und Magnesium, auch Mangan, Kupfer und Zink.

Milchprodukte darunter auch Käse, haben eine Menge Kalzium, welches wichtig ist für die Knochenstruktur. Soja enthält eine Menge an Kupfer, Mangan, Zink und Eisen.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente reichen alleine nicht aus

Die besagten Substanzen reichen aber alleine nicht aus, um gesund zu sein und zu bleiben. Ebenso wichtig ist es mindestens 30 bis 60 Minuten am Tag Sport zu treiben und ausreichend Schlaf zu bekommen von 7 bis 8 Stunden. Beim den Mahlzeiten sollten am Tag 60 bis 80 g Proteine zu sich genommen werden, diese befinden sich vor allem in Fleisch und Fisch, aber auch in Nüssen und anderen Produkten in kleiner Dosis.

30 bis 70 g Fett pro Tag ist als Baufett für Organe und Augen wichtig, außerdem gibt es noch essentielle Fettsäuren, auf die der Körper nicht verzichten kann. Auch an Zucker sollte nicht zu sehr gespart werden – 150 bis 200 g am Tag sollten es sein, wobei Zucker nicht über Süßigkeiten aufgenommen werden sollte, sondern viel mehr aus gesünderen Nahrungsmitteln, ein wenig Naschen, ab und an, kann aber auch nicht schaden.

Beim Trinken sollte vor allem Wasser gewählt werden. Hier gibt es eine Regel: 1 Liter pro 25 kg Körpergewicht. Also ein 25 kg schweres Kind soll mindestens 1 Liter zu sich nehmen, bei 50 kg 2 Liter, bei 75 kg 3 Liter und bei 100 kg sogar 4 Liter. Keine Angst – solange es nur Wasser ist, kann man nicht zunehmen, da Wasser keine Kalorien hat. Sollte es durch Wasser aber trotzdem zu einer Gewichtszunahme kommen, muss ein Arzt aufgesucht werden, um krankhafte Ödeme oder hormonelle Krankheiten auszuschließen.


Die Methode des Rolfings

Beim Rolfing handelt es sich um eine „geschützte“ Methode. Es geht um manuelle Körperarbeit, die früher als „Strukturelle Integration“ bezeichnet wurde. Hierbei entsteht eine Wirkung auf das Fasziennetz, außerdem soll die Methode den Körper an seiner senkrechten Linie ausrichten.

Die Theorie und ihre Entwicklung

In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte die aus den USA stammende Biochemikerin Ida Rolf (geb. 1896, gest. 1979) die Methode. Sie bezeichnete sie zunächst als Strukturelle Integration. Auch heute gibt es noch einige Schulen, welche auf Ihrer ursprünglichen Arbeit aufbauen. Alle die Schulen gehören als Tochterunternehmen der ursprünglichen Schule an, welche von Ida Rolf gegründet wurde.

Die Theorie geht davon aus, dass weniger Energie verbraucht wird, wenn sich der Körper in der idealen senkrechten Linie befindet. Dabei spielen die Faszien vom Bindegewebe die größte Rolle für eine „richtige“ Körperhaltung. Sie passen sich bei länger anhaltender Belastung an, ebenso wie nach Verletzungen der Faszien.

Diese Formen der Anpassungen werden meist durch Verhärtungen kompensiert, dadurch werden erworbene Fehler fixiert und die Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt.

Hier nun kommt Rolfing ins Spiel, das die entwickelten Verhärtungen behandeln soll und kann. Das Endziel ist dabei die Verbesserung der Körperhaltung.

Mögliche Anwendungsgebiete von Rolfing

Vorrangig soll Rolfing Symptome behandeln, welche durch eine Fehlstellung des Körpers verursacht werden. Diese Methode soll den Körper neu ausrichten, in dem sie die Verhärtungen der Faszien beseitigt oder abmildert. Dabei sollen sich die Verhärtungen durch einen langsam durchgeführten Druck auf das Bindegewebe wieder sanft lösen.

Hierfür werden die Handflächen, Fingerkuppen, Knöchel oder Ellbogen eingesetzt. Welche Hilfsmittel davon konkret benutzt werden, richtet sich immer nach der Tiefe der Verhärtungen.

Die Praktik eignet sich besonders gut für eine Krankheitsprävention, weil ein Körper, der weniger Energie für die Körperhaltung benötigt, mehr Energie für die Reparaturprozesse im Körper hat. Außerdem wird eine verbesserte Beweglichkeit nach der Behandlung ermöglicht.

Die Anwendungsgebiete sind dabei vielfältig: Chronische Rückenschmerzen, myofaziale Dysfunktionen und strukturelle Veränderungen des Bindegewebes können mit Rolfing behandelt werden.

Die Behandlung mit Rolfing wird in 10 aufeinander folgenden Sitzungen, welche auf drei Monate verteilt sind, durchgeführt. Diese dauern in der Regel 50 bis 90 Minuten. Bei jeder Sitzung wird die Körperhaltung aufs Neue analysiert. Die Analyse wird immer beim stehenden, gehenden und sitzenden Patienten durchgeführt.

Nach der Analyse beginnt eine manuelle Behandlung. Dabei liegt der Patient auf einer Liege, bei einigen Bewegungen muss der Patient aber auch sitzen oder sich bewegen.

Kontraindikationen: Patienten, bei denen eine Rolfing-Behandlung nicht zu empfehlen ist

Gefährlich und nicht zu empfehlen ist Rolfing vor allem bei bestehenden, bekannten Aneurysmen, sogenannten Aussackungen von Blutgefäßen. Diese können bei einer manuellen Behandlung perforieren und zu hohen letalen Blutverlusten führen.

Außerdem ist von Behandlungen abzuraten, bei entzündlichen Erkrankungen, bei nicht heilenden Wunden und Thrombosen. Hier kann sich ein Blutgerinnsel durch die manuelle Anwendung losreißen und zu einer Embolie führen. Vorsicht, aber kein Verbot liegen bei einer Schwangerschaft, Arteriosklerose, Krebserkrankungen, Osteoporose und bei einer Kortison-Einnahme vor.

Einige weitere Verbote für Behandlungen (Kontraindikationen) liegen vor bei: Rheuma, Muskelerkrankungen, Bandscheibenvorfall, frischen Traumata und bei Herzerkrankungen. Bei vorhandenen Implantaten sollte eine Behandlung auch nicht durchgeführt werden, da das zu einem Vertuschen führen kann – Schmerzen oder Dysfunktionen können die Folgen sein.

Möglichkeiten für eine Kostenerstattung durch die Krankenkassen

Eine Kostenerstattung ist durch die Krankenkassen nicht möglich, da die Wirksamkeit bis jetzt wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Nur einige Zusatzversicherung können einen Teil nach den im Vertrag festgesetzten Punkten zurückerstatten.


Die entschlackende Honigmassage zur Heilung und Wellness

Honig ist schon seit den alten Ägyptern bekannt und wird auch seit dieser Zeit nicht nur zum Essen verwendet. Auch heute noch wird das gelbe-weiße Wundermittel in der Medizin und Kosmetik eingesetzt. Die Wirkung des Honigs, von der schon Kleopatra wusste, wird heute wiederentdeckt. Wer eine zarte und samtige Haut haben möchte, sollte eine Körpermassage mit Honig ausprobieren. Sie ist besonders geeignet, um alle Regionen der menschlichen Haut zu erreichen.

Der Honig als ein Heilmittel

Eine Honigmassage ist nicht nur ein tolles Wellness-Erlebnis, sondern auch eine Möglichkeit den Körper zu entschlacken. Außerdem kann die Massage mit Honig den Kreislauf in Schwung bringen. Durch die manuelle Stimulation der Blutgefäße wird der Blutfluss angeregt, der eingesetzte Honig fördert und verstärkt diesen Effekt.

Durch die erhöhte Durchblutung wird auch der Stoffwechsel angeregt und beschleunigt, daraus kann ein Entschlackungseffekt resultieren. In die Haut durch die Massage eingeriebener Honig, kann in den Poren seine Inhaltsstoffe entfalten, wie etwa Enzyme, Vitamine, Aminosäuren und auch Acetylcholin. Jene Stoffe können im Körper ihre positiven Wirkungen verstärken.

Eingesetzter Honig während der Massage und seine Wirkung

Es ist wahr, Honig ist kein Medikament, doch in Kombination mit einigen bestimmten Massagetechniken und -griffen kann der Honig in der entstandenen Gesamtheit eine Heilende Wirkung haben. Ähnlich wie bei der Akupressur werden Reflexzonen stimuliert.

In Verbindung mit dem eingesetzten Honig kann eine besonders tiefe Entspannung erreicht werden, welche letztlich die Gesundheit fördert und das Immunsystem stärkt. Der Honig kann dabei auf der ganzen Haut verteilt werden, aber meistens wird nur der Rücken massiert – das sollte individuell entschieden werden.

Damit der Honig wirklich seine Inhaltsstoffe und Wirkung entfalten kann, muss die betroffene Haut zuerst gründlich gereinigt werden und dann erst ist es erlaubt, den Honig über die gewünschten Regionen zu verstreichen. Danach wird ein auf Körpertemperatur warmer, flüssiger Honig an die Stellen aufgebracht.

Allein die Wärme kann schon auf die Blutgefäße und den Kreislauf positiv einwirken, zu heiß darf es aber nicht werden. Nicht nur die Griffe der Massage, sondern auch die Wärme des Honigs, öffnen die Poren, weshalb die enthaltenen Wirkstoffe besser in die Haut einwirken können.

Die Massagetechniken regen wiederum nicht nur den Stoffwechsel an, sondern entziehen dem Körper auch Schlacken, darunter Giftstoffe und Salze, die nicht auf normalen Weg ausgeschieden werden konnten.

Wichtig ist die richtige Wahl des verwendeten Honigs: Er sollte kaltgeschleudert sein, denn nur dieses Verfahren gewährleistet den Erhalt aller Inhaltsstoffe. Zu beachten ist auch, dass der Honig nicht mit Chemikalien belastet ist, auch diese können so wie die guten Inhaltsstoffe in die Haut eindringen.

Achten Sie darauf, dass eine Duschmöglichkeit vorhanden ist, damit nach der Sitzung die Kleidung nicht verklebt.

Kontraindikation – Verbot der Anwendung

Bei nachweislich bestehenden Tumoren, Krebsleiden, Infektionskrankheiten, Hauterkrankungen, Wunden, Thrombose, bestehenden Aneurysmen oder einer Allergie gegen Honig, darf eine Massage auf keinen Fall angewandt werden.

Vorsichtig sollte während der Schwangerschaft massiert werden. Bei einer Risikoschwangerschaft sollte eine Anwendung besser nicht erfolgen und in jeden Fall auf keinen Fall ohne Zustimmung des Arztes. Bei Menschen mit Osteoporose sollte nicht stark massiert werden, um im schlimmsten Fall Brüchen vorzubeugen.

Achtung, der Honig darf niemals in die Augen kommen!


Kaliummangel erkennen und behandeln

Kalium ist ein sehr wichtiges Mineral, welches beim Transport von elektrischen Nervenreizen eine sehr wichtige Rolle spielt. Außerdem ist Kalium noch wichtig für die Regulierung des Wasserhaushaltes. Ein Mangel an Kalium im Blut kann sogar zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

Normalerweise wird Kalium aus der alltäglichen Nahrung entzogen und ein Zuviel an Kalium wird dann auf natürlichen Wege ausgeschieden. Doch es kann aus den verschiedensten Gründen zu einem sogar gravierenden Kaliummangel kommen.

Die Ursachen für einen Kaliummangel

In der Regel reicht eine ausgewogene Ernährung völlig aus, um ausreichend Kalium aufzunehmen, da der Mineralstoff in vielen Nahrungsmitteln steckt.

Ein Mangel an Kalium kann bei vorliegenden Magen-Darm-Erkrankungen auftreten, vor allem denen mit Erbrechen und Durchfall. Außerdem können Fisteln innerhalb vom Darm, die Einnahme von Diuretika und Abführmittel über einem längeren Zeitraum zu einem Mangel an Kalium führen. Neben den jetzt genannten Ursachen können noch Bulimie, zu hoher Salzkonsum, Alkohol, starkes Schwitzen, zu weniges Trinken, hohes Alter und Hochleistungssportler eine Hypokaliämie (Kaliummangel) entwickeln.

Anzeichen und Symptome für einen Kaliummangel

Dieser kann sich durch recht neutrale Symptome bemerkbar machen, die nicht direkt einem Mangel an Kalium zugeordnet werden können. Zu den Symptomen zählen Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit. Symptome, welche besonders für einen Kaliummangel sprechen, sind Muskelkrämpfe, Verstopfung, Kreislaufprobleme und Lähmungserscheinungen, da Kalium – wie schon erwähnt – wichtig ist für die Impuls-Übertragung von den Nervenbahnen.

Ist der Prozess gestört, können die Axone der Nervenzellen nicht mehr richtig Befehle vom Soma zu den Synapsen übertragen, so dass keine Befehle mehr vom Gehirn an die Zielzellen gelangen. Eine Hypokaliämie kann schwerwiegende Folgen haben. Es kann zu tödlichen Herzrhythmusstörungen kommen, da die Nervenzellen im Herzmuskel durch das Fehlen des Kaliums, ihre Arbeit nicht mehr richtig verrichten können.

Einen vorhandenen Kaliummangel richtig ausgleichen

In der Regel ist ein Ausgleich von Kalium kein Problem. Betroffene Patienten müssen nur zu kaliumreichen Lebensmitteln greifen: beispielsweise Trockenobst oder Avocados. Kalium aus der Apotheke sollte nur auf Anweisung des Arztes genommen werden. Der einfachste Weg viel Kalium zu sich zu nehmen, ist es Hülsenfrüchte oder Kartoffeln lange zu kochen.

Das geht, weil Kalium ein Wasser löslicher Stoff ist. Beim längeren Kochen verbleit das Kalium im Wasser, welches man gut für eine Suppe oder Soße verwenden kann. Bei Erkrankungen der Nieren, ist eine Kaliumaufnahme über die normale Nahrung so einfach nicht mehr möglich. Das muss natürlich zuerst durch einen Arzt festgestellt werden, der am Ende die richtige Behandlung mit kaliumhaltigen Medikamenten einleiten wird, ob in Form von Tabletten oder Infusionen.

Achtung! Es kann auch zu einer Kaliumvergiftung kommen, die sogar tödliche Ausmaße annehmen kann, weil sie zu einem Herzstillstand führen kann. Das gilt allerdings nur für die Einnahme von kaliumhaltigen Medikamenten, ein Zuviel Kalium aus Nahrung ist sehr ungewöhnlich. Sollten nach der Einnahme der Medikamente irgendwelche Probleme entstehen, vor allem im Herz-Kreislauf-Bereich, rufen sie umgehend einen Notarzt.

Lebensmittel, die viel Kalium enthalten

Neben dem bereits erwähnten Trockenobst und Avocados, gibt es noch weiteres Obst, wie Bananen, und Gemüse, vor allem Fenchel und Kartoffeln, die viel Kalium besitzen. Außerdem enthalten noch Nüsse, Hülsenfrüchte und Pilze eine Menge Kalium in sich.