Die barrierefreie Wohnung als Entlastung für ältere Menschen

Für diejenigen Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, kann das eigene Haus ein großes Hindernis darstellen. Besonders wenn es sich um körperlich eingeschenkte Menschen handelt, kann sogar ein normaler Teppich ein Hindernis darstellen. Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, die eigene Wohnung barrierefrei zu gestalten und sich somit das Leben zu vereinfachen.

Es gibt Menschen, die sich vom eigenen Heim nicht entfernen wollen. Für sie ist ein Pflegeheim einfach keine Alternative, obwohl sie im eigenen Heim nicht mehr normal leben können. Besonders im hohen Alter sind Treppen gefährlich, weshalb es sich lohnt, schon im frühen Alter darüber nachzudenken, die Wohnung umbauen zu lassen. Dabei gibt es besondere „barrierefreie“ Wohnungen, die zu diesem Zwecke erfunden worden sind. Sie sind für solche Menschen besonders gut geeignet und ermöglichen ihnen einen normalen Alltag im eigenen Zuhause. Somit lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie man das eigene Haus umbauen sollte, um das Altersheim zu vermeiden.

Barrierefreies Wohnen

Es gibt eine klare Definition davon, was barrierefrei Anlagen sind. Dabei handelt es sich um bauliche Anlagen, die für behinderte oder leicht behinderte Menschen ohne Erschwernisse und Hilfe von andren Menschen zugänglich sind. Das heißt, dass sich die älteren Menschen ohne irgendwelche Hilfe im eigenen Haus bewegen können. Somit fühlen sie sich sicher und haben das Gefühl, wieder selbstständig zu sein. Das bedeutet auch weniger Aufwand und Stress für die Pflegekräfte, die eigentlich dafür zuständig sind. Da durch eine barrierefreie Wohnung eine normale Bewegung für die Pflegebedürftigen erreicht wird, brauchen sie nicht mehr so viel Hilfe wie vorher und können deshalb bestimmte Aktivitäten selber durchführen.

Wenn man eine barrierefreie Wohnung bauen will, dann gibt es bestimmte Kriterien, die dafür klar und deutlich festgelegt sind. Dort kann man nachlesen, wie jeder einzelne Wohnraum auszusehen hat, um der Norm einer barrierefreien Wohnung zu entsprechen. Es gibt also eine detaillierte Beschreibung jedes einzelnen Wohnraumes und der Baumaße, die durch die DIN-Norm bestimmt sind. Damit man aber nicht selber so viel Geld für die Arbeiten ausgeben muss, kann man eine Unterstützung von der Pflegekasse verlangen. Um das zu bekommen, muss die oben genannte Norm bis ins Detail erfüllt werden. Nur so können auch die Kosten bezahlt werden.

Was benötigt man für einen barrierefreien Alltag?

In der Regel kann man jedes Gebäude umbauen, um somit das Leben für die Pflegebedürftigen einfacher zu machen. Es ist aber nicht immer einfach, dass alle Details, die in der Norm stehen, erfüllt werden. Also kann eine 100 % Barrierefreiheit nicht erfüllt werden und somit werden auch die Kosten nicht gezahlt. In solchen Fällen werden dann die Hindernisse nur reduziert, um den Alltag so barrierefrei wie möglich zu gestalten. Es gibt dabei einen Hacken. Wenn man selber der Besitzer des Hauses ist, dann kann man alles umbauen und den eigenen Willen durchführen. Anders ist es aber, wenn man der Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus ist. Dabei sind die Bauarbeiten nur auf die eigene Wohnung beschränkt. Wenn zum Beispiel auch der Eingang darunter fällt, dann muss eine Einwilligung von der Eigentümergemeinschaft beantragt werden. Nur so kann man gesetzlich Bauarbeiten durchführen.


Die wichtigsten Informationen rund um das Thema Pflegehilfsmittel

In der medizinischen Branche gibt es einen besonderen Terminus, mit dem man Hilfsmittel aus der häuslichen Pflege bezeichnet. Dabei handelt es sich um Pflegehilfsmittel, die bei pflegebedürftigen Personen eingesetzt werden, um deren Schmerzen zu lindern oder zu beseitigen. Die Pflegehilfsmittel müssen dabei nicht von alleine gekauft werden, da die Krankenkasse einen Anteil des Preises selber zahlt. Das hängt aber auch von der Art und Weise dieser Pflegehilfsmittel ab.

Eine Sache muss man immer im Kopf behalten. Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel sind nicht dasselbe! Die Hilfsmittel können mit einem Rezept gekauft werden, bzw. die Kosten bezahlt dann die Krankenkasse. Die Pflegehilfsmittel bezahlt die Pflegekasse, wobei diese ohne Rezept gekauft werden können.

Hilfsmittel vs. Pflegehilfsmittel

Ein typisches Beispiel für Hilfsmittel sind Windeln für Erwachsene. Um die Kosten der Hilfsmittel-Besorgung zu bezahlen, muss ein von Arzt ausgestelltes Inkontinenz-Rezept vorhanden sein. Zu den Pflegehilfsmitteln zählen dann beispielsweise Desinfektionsmittel. Das heißt, dass die Pflegehilfsmittel dazu dienen, die Schmerzen und Probleme des Betroffenen zu lindern, sodass die Person eine selbständigere Lebensführung erleiden kann. Damit die Pflegekasse die Kosten bezahlt, muss bei dem Betroffenen eine besondere Pflegestufe vorhanden sein, sodass eine Pflegekraft benötigt wird.

Welche Pflegehilfsmittel kann man finden?

Um einen besseren Überblick über die Pflegehilfsmittel zu geben, sollte man die wichtigsten Kategorien kennen. Dabei unterscheidet man zwischen technischen Pflegehilfsmittel und denjenigen Pflegehilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind. Die technischen Pflegehilfsmittel sind alle Geräte, die in bestimmten Produktgruppen klassifiziert sind.

Diese Gruppen sind dann durch das GKV Spitzenverband bestimmt und detailliert erklärt. Eine dieser Gruppen ist beispielsweise die Produktgruppe 51- dazu gehören Mittel für die Körperpflege, also Urinflaschen oder Waschsysteme. Zu der Gruppe 52 gehören Rollstühle oder andere Arten der Gehhilfe. Die Produktgruppe 53 umfasst zum Beispiel Lagerungskissen, die bei der Erleichterung der Schmerzen helfen.

Diejenigen Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, sind jedem bekannt und einfacher zu begreifen. Darunter fallen alle Produkte aus der Produktgruppe 54, also diejenigen Hilfsmittel, die zum Einmalgebrauch geeignet sind. Dazu gehört zum Beispiel der Bettschutz, Handschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmittel usw. Diese Pflegehilfsmittel werden durch das Sozialgesetzbuch geregelt. Diejenigen Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch gedacht sind, werden mit einem 40 Euro Zuschuss monatlich vergütet. Es gibt natürlich auch bestimmte Kriterien, die dabei eine Rolle spielen.


Die Ursachen und Behandlung eines zu hohen Blutdrucks

Zu den meist auftauchenden Krankheiten im hohen Alter gehört der Bluthochdruck, fachlich Hypertonie genannt. Bei dieser Erkrankung ist der Blutdruck ständig erhöht bzw. höher als 140/90 mmHg. Dies ist nach der gesundheitlichen Norm der Grenzwert des Blutdrucks. In den meisten Fällen wird dieses Problem spät entdeckt, also leben die meisten Patienten für eine sehr lange Zeit mit der Krankheit, ohne es zu wissen. Dabei werden keine Symptome sichtbar, was die Folgen der Krankheit so gefährlich macht.

Auch wenn man keine eindeutigen Symptome hat, ist man nicht sicher und sehr oft sind sich die Betroffenen nicht einmal bewusst, dass erhöhter Blutdruck ihrem Körper schadet. Ein erhöhter Blutdruck kann das Gefäßsystem schädigen, besonders im Zusammenspiel mit Arteriosklerose oder Diabetes. Deshalb sollte man sich regelmäßig testen lassen, denn nur so kann man das Risiko verringern und ein gesünderes Leben führen.

Die Ursachen und Risiken bei Hypertonie

Bei den meisten Menschen ist die Ursache einer solchen Krankheit unbekannt. Sie kann entweder genetisch oder durch eine organische Ursache ausgelöst sein. Wenn die Ursache nicht genau beschrieben werden kann, dann handelt es sich um die „primäre Hypertonie“. Wenn der Patient aber für eine längere Zeit unter Stress oder Übergewicht leidet, dann kann das zur Hypertonie führen. Dabei handelt es sich um die „sekundäre Hypertonie“, also einen Zustand, wo der Bluthochdruck durch eine andere Grunderkrankung verursacht ist. Diese Erkrankungen sind dann meistens Nierenarteriensensen und hormonbasierte Krankheiten. Je länger man braucht, um diese Krankheit zu diagnostizieren, desto größer ist die Gefahr, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden.

Die Behandlungsform

Für jemanden, der unter Bluthochdruck leidet, ist die Wahl einer entsprechenden Behandlungsform von großer Bedeutung. Diese hängt natürlich auch von der Art der Krankheit ab, sodass sie individuell bestimmt werden kann. In der Regel unterscheidet man zwischen zwei Behandlungsmöglichkeiten. Die eine ist die nicht-medikamentöse, die andere ist die Behandlung durch Medikamente. Meistens bestimmt der Arzt die Behandlungsform, da er am besten einschätzen kann, was für den Patienten geeignet ist.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Bei dieser Behandlungsform werden also keine Medikamente benötigt, sondern eher eine rein natürliche Art und Weise, um den Bluthochdruck zu stabilisieren Eine Möglichkeit ist es, das Körpergewicht zu verringern. Indem man Bauchfett bekommt, steigt das Risiko für den Bluthochdruck. Deshalb sind ein paar Kilo weniger Der erste Schritt für die Beseitigung der Krankheit. Dabei kann eine regelmäßige Bewegung äußerst hilfreich sein. In der Regel sollten sich Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, jeden Tag für ca. 30 Minuten bewegen. Dabei ist Joggen oder Spazieren gemeint.

Durch eine regelmäßige Bewegung kann das Körpergewicht reduziert aber auch Stress abgebaut werden. Man sollte aber die sportliche Aktivität in Grenzen halten, da Menschen, die unter einer solchen Krankheit leiden, nicht gerade für Sport geeignet sind. Wenn man gerne Alkohol trinkt, dann sollte dies auch reduziert werde. Dasselbe gilt für Zigaretten und andere schädliche Substanzen. Somit führt man nicht nur ein gesünderes Leben, sondern verringert auch die Chancen an einem Herzinfarkt zu sterben.

Medikamentöse Behandlung

Wenn der Patient aber keine Ergebnisse nach einer nicht-medikamentösen Behandlungsart zeigt, dann müssen bestimmte Medikamente ins Spiel kommen. Diese werden dann vom Arzt verschieben, um den Bluthochdruck zu behandeln. Der Arzt sollte auf jeden Fall derjenige sein, der diese Medikamente gibt, da der Patient keine Autorität dafür hat. Die Medikamente helfen dann bei der Behandlung dieser Krankheit nur, wenn sie regelmäßig eingenommen werden.


Das Bobath-Konzept für die Pflege

Das Bobath-Konzept hat seinen Namen den Begründern zu verdanken, die einen neuen Ansatz bei der Pflege entwickelt haben. Dabei handelt es sich um einen Ansatz, der bei Menschen mit neurologischen Erkrankungen eingesetzt wird. Die Grundidee dieses Konzepts ist die, dass das menschliche Gehirn dazu gezwungen wird, seine eigenen Defizite auszugleichen.

Dies wird durch eine gezielte Forderung erzielt. In der Regel bedeutet das nichts anderes, als dass der Mensch durch eine Kontinuität in der Arbeit bestimmte Fähigkeiten wieder erlernen kann. Bestimmte Gehirnregionen, die von der Krankheit betroffen sind, werden erneuert und dazu aufgefordert, sich wieder zu aktivieren. Es wird also ein positiver Effekt erzielt, der den Menschen dabei hilft, aus ihrer Lage zu entkommen.

Für wen ist das Bobath-Konzept gedacht?

Dieses Konzept ist besonders für diejenigen Patienten geeignet, die durch bestimmte Krankheiten an zerebralen Bewegungsstörungen leiden. Weiterhin umfasst dieses Behandlungskonzept auch diejenigen Patienten, die bestimmte sensomotorische Störungen erleiden. Doch in den meisten Fällen, wo dieses Konzept benutzt worden ist, handelte es sich um Patienten, die einen Schlaganfall hatten und deshalb an bestimmten Defiziten leiden. Durch eine besondere Anwendung dieser Behandlungsform wird diesen Menschen ermöglicht, deren Fähigkeiten neu zu erlernen und die Einschränkungen, die sie im normalen Leben fühlen, zu verringern.

Das Ziel des Konzepts ist also, dass der Mensch wieder in der Lage wird, den Alltag normal zu erleben, ohne dass er zu 100 % eingeschränkt ist. Das bezieht sich auch auf diejenigen Patienten, die schon seit einer gewissen Zeit Folgen eines Schlaganfalls spüren.

Die Anwendung

Bei diesem Konzept handelt es sich um einen ständigen Prozess, an dem der Patient beteiligt sein sollte. Deshalb ist es enorm wichtig, dass jeder, der einen gewissen Kontakt mit dieser Person hat, dieses Konzept kennt und es anwendet. Dadurch wird sich der Patient schneller an den Ansatz gewöhnen können und er wird auch deutliche Ergebnisse zeigen können. Durch die Kontinuität gewöhnt sich das Gehirn langsam an bestimmte Vorgehensweisen, sodass der Mensch einfacher bestimmte alltägliche Sachen erlernt und erkennt.

Darunter fallen nicht nur die Familienmitglieder, sondern auch die Pflegekräfte und die medizinische Betreuung. Es ist also sehr wichtig, dass sich jeder an die Vorschriften hält, denn nur so kann das Konzept eine bestimmte Wirkung erzeugen. Die Pflegekräfte müssen erstmals einen Kurs belegen, um die Grundregeln und Prinzipien des Konzepts kennenzulernen. Erst dann können sie es beim Umgang mit dem Patienten anwenden.

Die Vorteile

Durch eine intensive Mitarbeit jedes Individuums, werden selbstständige Handlungen des Patienten in den Mittelpunkt gestellt. Somit kann er sich dann an einen normalen und üblichen Alltag gewöhnen. Durch eine solche Vorgehensweise wird dem Patienten gezeigt, dass er noch immer selbstständig ist und dass er alleine, ohne fremde Hilfe, den Tag überleben und gestalten kann. Dabei muss aber der Patient selber Veränderungen vollziehen wollen. Das Leben wird nicht 100 % gleich sein, wie es vor dem Schlaganfall war, aber es wird auch nicht von einer Pflegekraft abhängig sein. Das Konzept bietet dabei viele verschiedene Lernangebote, die bei der Erholung des Patienten von großer Hilfe sein können. Darunter findet man auch bestimmte Lernweisen, wie man den eigenen Körper wieder wahrnehmen kann und wie sich der Patient wieder bewegen kann, ohne dass er dabei Hilfe benötigt.

Natürlich werden dann auch die tagtäglichen Aktivitäten gefördert, wie es beispielsweise das Anziehen oder das Baden sind. Dabei spielen die Angehörigen eine große Rolle, da sie eigentlich die Motivation für den Patienten bilden. Sie bieten Hilfe an, aber es liegt alleine am Patienten, bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Deshalb sind die Angehörigen viel mehr eine Motivation beim ganzen Prozess.


Wie man Einsamkeit im hohen Alter besiegen kann

Wenn sie nicht in Altersheimen leben, dann bleiben ältere Menschen meistens alleine zuhause. Das betrifft diejenigen Menschen, die älter als 60 sind und deren Familie ein eigenes Leben führt. Meistens ist der Partner tot und man ist sich selbst überlassen. Doch nicht nur die Entfernung der Familie oder der Tod des Partners können. Viele ältere Menschen leiden unter bestimmten Krankheiten, was die dann pflegebedürftig macht.

Deshalb werden sie entweder in ein Altersheim gebracht oder ihnen wird eine Pflegekraft zugeteilt, die sie rund um die Uhr zuhause betreut. Dabei gibt es für die betroffene Person bestimmte Einschränkungen, die ihr nicht erlauben, ständig in Kontakt mit anderen Menschen zu sein. Es kann auch sein, dass die älteren Menschen keine Energie haben, um sich mit Freunden treffen zu gehen oder einen Spaziergang zu machen. Gerade deshalb taucht das Gefühl der Einsamkeit sehr oft auf. Je kleiner das soziale Umfeld ist, desto größer ist die Einsamkeit, welche dann Folgen für die Gesundheit der alten Person haben kann.

Die Folgen und Lösungen der Einsamkeit

Depression ist meistens die größte Folge der Einsamkeit bei den älteren Menschen. Das kann dazu führen, dass sich diese Menschen in sich selbst schließen und den Kontakt mit anderen Menschen verweigern. Bei den Senioren kommen oft Selbstmordgedanken ins Spiel, wenn sie alleine gelassen werden. Sie haben dann das Gefühl, dass nichts mehr Sinn ergibt und dass ihr Leben zu Ende ist. Diejenigen Menschen, die alleine Leben und sich nicht mit den Nachbarn befreunden, können dann im schlimmsten Falle im eigenen Haus sterben, ohne dass es jemand bemerkt. Deshalb gibt es viele Möglichkeiten, solchen Menschen Hilfe zu leisten.

Besonders wenn sie eine Pflegekraft benötigen, sollte diese Pflegekraft in der Lage sein, ihnen Kurse oder Volkshochschulen zu zeigen, wo sie dann ihre Zeit verbringen und neue Freundschaften schließen können. Eine weitere Möglichkeit ist dann auch noch die Senioren-WG, in der mehrere Menschen ähnlichen Alters zusammenleben und sich um einander kümmern. Das ist aber nur dann möglich, wenn diese Menschen keine Pflegekraft benötigen. Wenn doch, dann gibt es sogar für solche Menschen besondere Häuser, wo sie alle mit deren Pflegekraft zusammenleben können. Somit können sie Kontakt mit anderen Menschen aufbauen, ohne dass sie sich einsam fühlen müssen.

Weitere Möglichkeiten

Wenn die älteren Menschen gerne etwas Neues lernen wollen, dann können sie auch das Internet benutzen, um Kontakt mit anderen Menschen aufzubauen. Es gibt besondere Social Networks, wo sich dann ältere Menschen „treffen“ und sich über verschiedene Sachen unterhalten. Es ist also keine Dating-Seite oder so, sondern eine Plattform, wo sie über deren Tieren, Essen oder Kunst diskutieren können. Somit fühlen sie sich nicht mehr einsam, verlassen dabei aber auch nicht das eigene Haus. Das ist besonders für diejenigen Menschen, die durch ihre Krankheit eingeschränkt sind, eine gute Lösung. Aber auch für diejenigen, die gerne plaudern und somit Zeit verbringen, kann eine solche Plattform den Tag verbessern und die Depression fortjagen.


Die gesunde und ausgewogene Ernährung für ältere Menschen

Indem man älter wird, verändern sich sehr viele Sachen in unserem Leben. Eine davon sollten auch die Ernährungsgewohnheiten sein. Diese sollten dem Alter entsprechen und somit Energie und die benötigten Vitamine in den Körper bringen. Mit dem Alter verringert sich der Energiebedarf, doch der Nährstoffbedarf bleibt gleich. Deshalb muss auch ein alter Mensch genug Kohlenhydrate, Eiweiße oder Vitamine in den Körper zuführen. Damit man den verringerten Energiebedarf mit dem Nährstoffbedarf in einen Einklang bringt, werden besondere Lebensmittel empfohlen. Diese haben dann meistens eine hohe Nährstoffdichte. Es gibt besondere Programme, die die Einnahme solcher Nahrungsstoffe in den Körper regeln. Diese können große Vorteile mit sich bringen.

Nützliche Informationen

Neben den festen Nahrungsmitteln ist für eine gesunde Ernährung auch eine ausreichende Menge an Flüssigkeit notwendig. Viele Menschen trinken sehr wenig Flüssigkeit, da sie kein ständiges Durstgefühl mehr haben. Es genügt, 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken, um den körperlichen Bedarf zu befriedigen. Dabei gibt es eine besondere Regel, die s.g. „5 am Tag“ Regel, die auch bei älteren Menschen wirkt. Darunter fallen drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag, wobei diese dann kalorienarm sein sollten. Für ältere Menschen ist es auch wichtig, dass die Lebensmittel, die man einnimmt, sättigend sind.

Deshalb werden Vollkornbrot, Nudeln und Reis besonders empfohlen. Außerdem spielen Milchprodukte eine bedeutende Rolle, da in ihnen viel Calcium steckt, das den Knochenaufbau unterstützt. Besonders bei älteren Menschen können die Milchprodukte dreimal pro Tag eingenommen werden. Es ist also in der Regel derselbe Ernährungsplan wie bei den jüngeren Menschen. Es wird besonders auf eine Nährstoffversorgung geachtet, da diese dem Körper Vitalität verleiht. Besonders empfehlenswert ist es, drei Mahlzeiten pro Tag einzunehmen, dazwischen sind dann noch zwei kleinere Mahlzeiten als Energiequelle erlaubt.

Mangel an Nährstoffen

Bei einem großen Anteil der älteren Menschen kommt es zum Mangel bestimmter Nahrungsstoffe. Das ist besonders der Fall bei Folsäure, Vitamin D und Jod. Vitamin D spielt eine große Rolle beim Knochenaufbau, genau wie Calcium und Vitamin K. Mit den Jahren wird der Körper immer weniger fähig, Vitamin D aus der Sonne zu schöpfen, weshalb gerade die Nahrung entscheidend für die Einnahme dieses Vitamins ist. Dabei sollten ältere Menschen besonders Lebensmittel wie Fische, Leber oder Eigelb einnehmen, da sie reich an diesem Vitamin sind. Auch Nahrungsergänzungsmittel können eingenommen werden, aber nur wenn der Arzt darüber Bescheid weiß.


Die Vorteile und Nachteile der Pflegekräfte aus dem Ausland

Deutschland ist eins der Länder, in denen die Situation mit den Pflegekräften ziemlich ernst ist. Jedes Jahr braucht Deutschland immer mehr und mehr Personal, dabei ist das Geld meistens nicht das Problem. Seit Jahren wird darüber geredet, dass Deutschland unter dramatischen Fachkräftemangel leidet, doch in den letzten zwei Jahren ist die Situation noch drastischer geworden. Gerade aus diesem Grund werden immer mehr Pflegekräfte aus anderen Gebieten von Europa nach Deutschland gebracht. Natürlich hat diese Lösung ihre eigenen Vorteile und Nachteile, auf die man kurz eingehen wird.

Die Vorteile

Seit ein paar Jahren ist Polen das erste Land, wo Deutschland nach Pflegekräften sucht. Mittlerweile ist dies schon eine Routine geworden und man kann immer mehr aus Polen stammende Pflegekräfte in der Rundum-Betreuung finden. Diese Vorgehensweise bringt mehrere Vorteile mit sich. Erstens sind diese Pflegekräfte eine große Hilfe, da der Markt in Deutschland leer ist.

Außerdem liegt der größte Vorteil darin, dass Pflegekräfte, die aus dem Ausland kommen, in der Regel weniger kosten, als diejenigen, die aus Deutschland stammen. Deshalb ist Deutschland immer dazu bereit, Mitarbeiter aus anderen Ländern willkommen zu heißen. Für diese Zwecke gibt es besondere Agenturen, die Mitarbeiter für eine individuelle Pflege aufsuchen und nach Deutschland bringen. Bei den Altenheimen können auch Menschen aus anderen Ländern gefunden werden, doch diese sind aber unabhängig von den Agenturen nach Deutschland gekommen.

Außerdem können nur Menschen mit Erfahrung und einer hohen Qualifikation in dieser Branche arbeiten, was zusätzliche Vorteile mit sich bringt. Nebenbei sind die Pflegekräfte aus Osteuropa sehr herzlich und daran gewöhnt, mit Menschen nett und friedlich umzugehen. Das ist auch der Grund, wieso sehr viele Pflegekräfte gerade aus diesen Gegenden stammen.

Nachteile

Natürlich gibt es dabei auch eine Reihe von Nachteilen, die erwähnt werden sollten. Erstens kann die Sprache ein Problem sein. Bei einer 24-Stunden-Betreuung sind die Pflegekräfte meistens alleine mit den älteren Menschen. Da man von den Pflegekräften aus dem Ausland nicht gerade ein fehlerfreies Deutsch erwarten kann, kann das zu Problemen in der Kommunikation führen. Besonders weil zum Beispiel an Demenz leidende Menschen Probleme in der Kommunikation haben, kann das ein Hindernis sein.

Nebenbei benötigen die Pflegekräfte aus dem Ausland ein besonderes Zimmer, wo sie untergebracht werden. Doch der größte Nachteil besteht darin, dass aus besonderen Gründen die ausländischen Pflegekräfte keine Möglichkeit haben, medizinische Leistungen zu erbringen. Deshalb wird neben der Pflegekraft auch noch Zusatzpersonal aus Deutschland benötigt. Gerade deshalb können die Kosten bei einer 24-Stunden-Betreuung ziemlich hoch werden.

Wie kommt man zu einer ausländischen Pflegekraft?

Wie schon oben erwähnt, gibt es besondere Agenturen, die sich über die Anschaffung von Pflegekräften kümmern. Nebenbei hat man zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung. Man kann selber eine Pflegekraft beauftragen, wobei diese dann in einem separaten Haus wohnen muss. Die andere Möglichkeit ist es, mit einer ausländischen Agentur einen Vertrag abzuschließen und eine Pflegekraft zugeordnet bekommen. Die dritte Variante ist es, selber ein Arbeitgeber zu werden und einen Vertrag zu erstellen, was dann viel Aufwand benötigt.


Wie man richtig mit der Medikamenteneinnahme für Senioren umgeht

Bei einer Großzahl der älteren Menschen kommt es oft dazu, dass sie unter Selbstversorgungsdefizit leiden, besonders wenn es sich dabei um die Medikamenteneinnahme handelt. Besonders häufig sind zwei Problemschwerpunkte. Erstens kommt es zu einer Überforderung bei der Einnahme der Arzneimittel, besonders bei Fällen, wo die demenziellen Erkrankung fortgeschritten ist. In solchen Fällen vergessen die Demenzkranken oft, ihre Medikamente einzunehmen oder es kann auch vorkommen, dass sie diese doppelt einnehmen.

Weitere Möglichkeiten sind zum Beispiel, dass die Feinmotorik bei den Senioren so eingeschränkt ist, dass sie zum Beispiel die vielen Pillen von einander nicht mehr unterscheiden können. Solche Defizite sind meistens dadurch geregelt, dass in den Pflegeheimen für jeden Bewohner besondere Abteilungen geschaffen werden, in denen alle benötigten Medikamente aufbewahrt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass bei der häuslichen Pflege die Pflegekraft die Sorge über die Einnahme dieser Medikamente übernimmt. Dabei gibt es natürlich auch bestimmte Regeln, die befolgt werden sollten.

Die Regeln

Es gibt Medikamente, die in einer bestimmten Zeitspanne eingenommen werden sollten. Die angegebene Zeit muss immer befolgt werden, sonst können die Medikamente nicht richtig wirken. Wenn auf der Packung „Vor dem Essen“ steht, dann bedeutet dass, das die Pillen 20 Minuten bis maximal eine Stunde vor dem Essen eingenommen werden sollten. Dafür gibt es auch einen besonderen Grund. Wenn der Magen leer ist, dann wirken die Medikamente schneller, oder die Pillen haben beispielsweise einen besonderen Überzug, sodass die Pillen nur bei einem leeren Magen keine Schäden verursachen.

Es gibt dann auch solche Medikamente, auf deren Packung die Überschrift „Mit der Mahlzeit“ steht. Diese Pillen nimmt man dann während der Mahlzeit ein, man kann sie ruhig zusammen mit dem Essen schlucken. Die dritte Variante sind dann Pillen, die „nach dem Essen“ eingenommen werden. Das gilt besonders für diejenigen Pillen, bei denen bestimmte Lebensmittel die Wirkstoffaufnahme verzögern oder stoppen können.

Wann und wie oft einnehmen?

Nebenbei gibt es auch besondere Vorschriften, wenn es darum geht, wie oft man eine bestimmte Pille täglich einnehmen darf. Einmal täglich heißt, dass die Pille jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden sollte. Wenn auf der Packung zweimal täglich steht, dann sollte eine Pille jede 12 Stunden eingenommen werden. Wenn es sich um Medikamente handelt, die dreimal täglich eingenommen werden sollten, dann ist das meistens von den drei Mahlzeiten pro Tag abhängig.

Die 6-R-Regel

Je älter die Menschen sind, desto mehr Medikamente müssen sie einnehmen. Das ist besonders bei den pflegebedürftigen Menschen in Pflegeeinrichtungen der Fall. Dabei müssen sowohl Ärzte, als auch Pflegepersonal darauf achten, dass die Patienten genaue Präparate erhalten. Zu diesem Zwecke wurde eine s.g. 6-R-Regel entwickelt. Diese ist aus 6 Fragen zusammengestellt, die relevant für die Medikamenteneinnahme sind.

Dazu gehören folgende Fragen:

  • Handelt es sich um den richtigen Patienten?
  • Handelt es sich um die richtige Dosis?
  • Ist es Zeit für das Medikament?
  • Ist das Medikament richtig?
  • Handelt es sich um die richtige Verabreichungsform?
  • Ist in diesem Falle die Dokumentation richtig?

Vor dieser Regel gab es nur die ersten fünf Fragen, doch nachdem eine Dokumentation erforderlich geworden ist, wurde die s.g. 6-Regel erfunden. Wenn sich das Personal an diese Regel halten kann, dann sind die Patienten gut gepflegt und sicher. Natürlich gibt es dabei auch bestimmte Vorschriften, die sich besonders auf die Medikamente beziehen. Die Medikamente müssen nämlich in abschließbaren Schränken aufbewahrt werden, sodass die Lagerung unter 25 Grad erfolgt.

Wenn ein Patient besondere Medikamente einnehmen muss, dann müssen diese den Namen des Patienten aufgeschrieben haben. Außerdem muss auch das Datum der Verpackungsöffnung vermerkt sein. Da die Pflegekraft meistens die Vergabe der Medikamente zuhause erledigt, muss sie genug Kenntnisse darüber haben, wann welches Medikament eingenommen werden sollte.


Die wichtigsten Regeln bei der Pflege dementer Patienten

Demenz ist eine häufige Krankheit bei älteren Menschen und gerade deshalb werden viele dieser Menschen in Pflegeheimen oder von Pflegekräften gepflegt. Somit wird das ganze Leben dieser pflegebedürftigen Menschen von den Pflegenden beeinflusst. Dabei gibt es aber bestimmte Regeln, die man als Pflegekraft unbedingt beachten sollte. Sehr oft kommt es vor, dass sich die pflegebedürftigen Menschen durch diese Belastung überfordert fühlen, bzw. dass sie sich schuldig fühlen oder sich als eine Last ansehen. Genauso sind die Pflegenden durch diese Situation oft durch Schuldgefühle gequält, da sie wegen Überstunden aggressiv oder gemein den zu pflegenden Menschen gegenüber sein können.

Deshalb ist es wichtig, dass sich der Pflegende auf solche psychischen Belastungen gut vorbereitet, da er nur so mit den demenzkranken Menschen gut umgehen kann. Diese benötigen eine besondere Pflege, die unter anderen eine 24/7 Aktivität fördert. Somit ist es immer wichtig, dass die Pflegekräfte darauf vorbereitet sind. Menschen, die unter Demenz leiden, benötigen eine besondere Pflege, damit sie sich nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. Deshalb gibt es auch besondere Regeln, die man dabei beachten sollte.

Geduldig sein hilft immer

Es gibt mehrere Sachen, auf die man bei der Pflege dementer Menschen Acht geben sollte. Eine davon ist Geduld. Wenn die Pflegekraft ungeduldig ist oder Unverständnis zeigt, dann kann sich die pflegebedürftige Person unwohl fühlen oder denken, dass sie etwas Falsches gemacht hat. Das führt dann dazu, dass die Person nicht zufrieden ist und sich unwohl fühlt. Um das zu vermeiden, sollte die Pflegekraft die eigenen Handlungen und Reaktionen kontrollieren können. Außerdem ist Geduld die wichtigste Eigenschaft, über die die Pflegekraft verfügen sollte. Menschen, die unter Demenz leiden, brauchen mehr Zeit als üblich, um bestimmte Sachen zu erledigen.

Dazu gehören tägliche Aktivitäten wie Anziehen oder Körperpflege. Das Essen ist auch viel anstrengender als sonst und gerade aus diesem Grund sollten die Pflegekräfte in der Lage sein, diese Aktivitäten zu übernehmen, manchmal sogar vollkommen. In fortgeschrittenen Stadien ist dies oft der Fall, da dies für den zu Pflegenden anstrengend sein kann. Gerade in solchen Situationen wird die Geduld der Pflegekräfte getestet.

Eine einfache Kommunikation hilft

Als Pflegekraft sollte man in der Lage sein, eine sehr einfache und unkomplizierte Sprache im Umgang mit den demenzkranken Menschen zu benutzen. Menschen, die unter einer solchen Krankheit leiden, sind oft unfähig, lange und komplexe Sätze zu folgen oder zu verstehen. Deshalb sollte man mit ihnen fast wie mit kleinen Kindern umgehen können. Es gibt dabei bestimmte Regeln, die man befolgen sollte. Die Sätze sollten sehr kurz sein und dabei klare Anweisungen verfolgen. Es dürfen also keine zweideutigen Sätze verwendet werden, da diese meistens zu anspruchsvoll für die Älteren sein können. Nebenbei sollten keine Fragestellungen formuliert werden, da die Betroffenen sehr oft durch diese Fragestellungen überfordert werden.

Auch wenn eine Frage gestellt werden muss, sollte sie deutlich und klar sein. Dabei ist es sehr wichtig, dass man den Betroffenen genug Zeit gibt, damit sie über ihre Antwort nachdenken können. Sie benötigen meistens mehr Zeit als gesunde Menschen, um über die Frage nachzudenken und sie zu beantworten. Bestimmte Redewendungen und Sätze werden von den Betroffenen Personen sehr einfach verstanden. Wenn man sich diese Sätze merkt, dann gelingt die Kommunikation viel einfacher und man kann sich mit der Person unterhalten. Sehr oft kommt es vor, dass der Demenzkranke Unrecht hat und sich dieser Tatsache nicht bewusst ist. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, dass man keine Streitgespräche oder unnötige Diskussionen beginnt, da sich somit die Menschen noch schlechter fühlen können.

Was wenn Reden nicht mehr möglich ist?

Wenn es dazu kommt, dass keine Kommunikation mehr erfolgen kann, dann sollten alle anderen Sinne des Demenzkranken in Anspruch genommen werden. Als Pflegekraft kann man sogar einen persönlichen Zugang über Riechen, Schmecken, Hören, Sehen oder Tasten schaffen. Hier ist auch wichtig, dass man eine bestimmte Balance schafft und Reizüberflutungen vermeidet. Man sollte also eine Überlagerung der Sinneseindrücke vermeiden, da diese in der Tat bedrohlich wirken kann. Das liegt daran, dass Demenzkranke die Informationsquellen nicht mehr so gut betrachten und sie deshalb auch nicht zuordnen können.


Maßnahmen gegen Dekubitus

Bei Dekubitus handelt es sich um eine Ernährungsstörung der Haut und des Unterhautgewebes. Dies beschränkt sich auf eine lokal begrenzte Stelle und wird verursacht durch eine Druckbelastung oder Reibung. Die daraus resultierende Unterversorgung des Areals mit sauerstoff- und nährstoffreichen Blutes bewirkt ein Absterben (fachlich bezeichnet Nekrose) der belasteten Stelle. Aufgrund der Entstehung bezeichnet man dies auch als Druckgeschwür.

Was ist Dekubitus und wie entsteht es?

Im Volksmunde spricht man auch von Wundliegen, da meistens Menschen betroffen sind, die lange und viel im Bett liegen müssen.

Besonders gefährdet sind alle Knochenvorsprünge:

  • Fersen-, Brust-, Kreuz-, Steiß- und Sitzbein
  • Knöchel und Knieinnenflächen
  • Hüftknochen, Ellenbogen und Schulterblatt
  • Hinterkopf und Ohrmuschel

Ebenso sind Katheterschläuche oder im Bett vergessene Gegenstände Verursacher von Druckgeschwüren.

Die begünstigenden Faktoren für Dekubitus sind zahlreich und sind meist mit einem geschwächten körperlichen Zustand. Wo ein rundum gesunder Mensch spürt, wann eine Entlastung des Gewebes notwendig ist, ist ein kranker Mensch dazu nicht in der Lage. Meist sind schwere Grunderkrankungen, mit denen Bettlägerigkeit einhergeht, Grund für diese fehlende Mobilität.

Prävention gegen die Entstehung

Sollte ein Patient als bettlägerig gelten, muss man ihm bewusst machen, dass die Vermeidung von der Entstehung in Teamarbeit entsteht. Die regelmäßige Umlagerung der eingeschränkten Person verhindert nämlich, dass zu lange zu viel Druck auf bestimmte Knochen und Regionen ausgeübt werden. Da müssen die Pflegekräfte und die betroffene Person zusammenarbeiten, denn weder mag jemand einen nassen Sacken bewegen noch jemand gegen seinen Willen in eine andere Position gezwungen werden.

Auch sich zu melden, falls man Druckbeschwerden hat und sich alleine nicht bewegen kann, ist ein maßgeblicher Teil dieser Teamarbeit.

Sollte man noch in der Lage sein, sich mehr als nur ein wenig zu bewegen, sind kleine Bewegungsübungen über den Tag hinweg ebenso hilfreich. Es fördert die Durchblutung, kann sich positiv auf die Psyche auswirken und ermöglicht einem vielleicht sogar einen Besuch an der frischen Luft.

Nicht nur die physische Mobilisation ist notwendig. Auch die geistige Mobilität sollte weiterhin aus eigenem Antrieb gefördert werden. Alles, was den Geist anregt, regt auch den Körper an.

Bei der Hautpflege muss man auf Sorgfalt achten. Bettlägerige Patienten sollten auf warmes Wasser verzichten, da kühles Wasser die Haut nicht weniger stark schädigt. Waschzusätze sollten nur in Ausnahmefälle und in flüssiger Form hinzugezogen werden.

Die Ernährung kann zwar keinen Dekubitus an sich verhindern, dennoch unterstützt eine ausgewogene, abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung den allgemeinen Hautzustand und kann in Kombination mit allen anderen Maßnahmen präventiv wirken.

Reaktion bei Feststellung

Stellt man fest, dass der Bettlägerige an einer Stelle ein Druckgeschwür hat, ist diese Stelle unverzüglich zu entlasten und die Person auf weitere Dekubitus-Stellen zu untersuchen. Pflegt man die Person zu Hause, sollte man Pflegekräfte oder Ärzte zwecks der Behandlung zur Rate ziehen, denn es gibt unterschiedliche Schweregrade, die unterschiedlich behandelt werden.

Schweregrad 1

Die kleine, trockene Wunde wird mit einem sterilen Verband locker abgedeckt und entlastet.

Schweregrad 2

Die Wunde wird, insofern sie feucht ist, zunächst mit einer sterilen Kochsalzlösung ausgespült. Befindet sie sich im Anfangsstadium, genügt ein Hydrokolloidverband. Dieser enthält eine spezielle Wundauflage, welche die Stelle luftdicht überdeckt und feucht hält. So ist eine optimale Unterstützung der Wundheilung gewährleistet. Dieses Verband sollte zweimal am Tag gewechselt werden.

Schweregrad 3+4

Hierbei handelt es sich bereits um entzündete Wunden. Diese werden unter Antibiotika-Anwendung bekämpft. Der Verband ist abhängig der Wundbeschaffenheit und der Frage nach trockenen oder feuchten Wunden gewählt werden.

Mittels chirurgischen Eingriff wird das abgestorbene Gewebe entfernt und eine kontinuierliche Wunddrainage gelegt, damit ein Unterdrucksystem weitere Druckgeschwüre an der Stelle vorbeugen kann.