Diabetes rechtzeitig erkennen

Diabetes wird auch als Zuckerkrankheit bezeichnet. Aber was hat der Zucker eigentlich damit zu tun? Fakt ist, dass der menschliche Körper Kohlenhydrate aufnimmt, die dann in Magen und Darm aufgespalten werden, unter anderem auch in Zuckerbausteine. Diese gehen dann ins Blut über, als sogenannter Blutzucker. Bei Menschen mit Diabetes ist dieser Wert, der Zuckergehalt im Blut, meistens zu hoch. Im Normalfall kommt das Hormon Insulin zum Einsatz, welches von den Langerhans-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Zuckerbausteine aus dem Blut in die einzelnen Organe weitergeleitet werden können. Bei Diabetespatienten fehlt das Insulin, der Blutzucker ist hoch, kann aber nicht in die Organe weitergeleitet werden. Die Organe zeigen dann Mangelerscheinungen, man kann auch sagen, sie verhungern allmählich. Der Zucker, welcher im Blut zu viel ist, wird mit dem Urin aus dem Körper transportiert.

Wie erkennt man Diabetes?

Wer auf seinen Körper hört, kann die Krankheit anhand verschiedener Anzeichen ausmachen. Diese sind natürlich keine hundertprozentige Sicherheit, aber sie geben einen kleinen Ansatzpunkt. Wer, besonders in der Nacht, über einen längeren Zeitraum hinweg großen Durst verspürt und/oder sich über große Harnmengen wundert, sollte sich alarmiert fühlen und einen Test machen lassen. Auffällig sind auch größere Gewichtsverluste, die sich nicht durch einen Lebenswandel erklären lassen. Wer plötzlich immer wieder an Infekten leidet, könnte ebenfalls betroffen sein. Manchmal ist es ratsam, nicht abzuwarten, sondern lieber einmal mehr den Arzt aufzusuchen. Denn meistens werden die Organe schon beschädigt, wenn die Krankheit noch nicht einmal erkannt wurde, da Diabetes eine sich sehr langsam entwickelnde Krankheit ist. Der Arzt untersucht für eine Diagnose verschiedene Werte. Gemessen wird der Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand und nach dem Essen. Ein wichtiger Faktor ist auch der Langzeitzuckerwert, der über einen längeren Zeitraum gemessen wird. Sind diese Messwerte in einem bestimmten Bereich, muss eine Behandlung erfolgen.

Wie sieht die Behandlung aus?

Wichtig ist, dass sich der Mensch hinter der Erkrankung genau wahrnimmt. Vor allem sollte ein Gewicht angestrebt werden, welches für die körperliche Statur als Normalgewicht angesehen wird. Häufig führt Übergewicht zu Diabetes. Wer in Folge einer bestehenden Erkrankung zu viel Gewicht verloren hat, muss dieses entsprechend wieder draufbekommen. Fitness spielt ebenso eine wichtige Rolle. Ein fitter und gesunder Körper benötigt nicht so viele zusätzliche Medikamente. Diese werden allerdings bei einer Diabetes mellitus Typ 2 Erkrankung dennoch ein Leben lang Begleiter der Patienten sein.

Die richtige Ernährung ist wichtig

Fettreduziert und ausgewogen sollte die Ernährung sein, wenn man an Diabetes erkrankt ist. Vor allem Fertiggerichte sollte man ab diesem Zeitpunkt ganz genau kontrollieren, denn dort stecken versteckte Fette und oft auch zu viel Zucker. Beim Stichwort Zucker denkt man zugleich an Süßigkeiten. Der Volksmund behauptet, dass bei der Zuckerkrankheit jegliche Form von Süßigkeiten vermieden werden sollte. Jedoch ist ein gänzlicher Verzicht niemals gut, weder für den Körper noch für das Gemüt.

Kuchen, Kekse oder Schokolade sollte man dennoch immer mit Bedacht essen. Etwa 100 g Schokolade pro Woche sind völlig in Ordnung. Statt Weizen sollte man auf Vollkorn setzen. Denn Vollkornprodukte haben einige Vorteile. Sie sorgen zum einen dafür, dass der Blutzuckerwert in einem normalen Rahmen bleibt und nicht ruckartig nach dem Verzehr ansteigt und bald wieder absinkt, wie bei Weizenprodukten, zudem hält Vollkorn länger satt, was Heißhungerattacken vorbeugt. Auch Alkohol sollte, wenn möglich, größtenteils vermieden werden. Wasser und ungesüßte Tees sind, wie bei jeder gesunden Ernährungsform, ein absolutes Muss für die tägliche Ernährung. In Säften und Softdrinks stecken hingegen zu viele versteckte Süßstoffe und Fette.