In der Pflege – Mangelernährung vorbeugen und erkennen

Mangelernährung im Alter ist keine Seltenheit, kann aber für die Betroffenen schlimme gesundheitliche Folgen haben. Deswegen ist es wichtig, bei bestehendem Untergewicht oder mangelndem Appetit genauestens hinzuschauen.

Die Motivation für Essen wird im Alter geringer, zum Teil können hierfür schwächer werdende Geschmacks- und Geruchsknospen verantwortlich sein. Der sinkende Geschmack kann zu einer steigenden Lustlosigkeit auf Essen führen und das kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Außerdem funktionieren der Durst und das Hungergefühl im Alter nicht mehr so genau wie früher. Das ist ein häufiger Grund, warum ältere Menschen oft dehydriert sind.

Der Mangel an Nahrung führt zu einem gravierenden Defizit an essentiellen Nährstoffen, wodurch Organfunktionen immer mehr heruntergefahren werden müssen.

Die im Alter ohnehin schon schlechter werdende Reparaturfunktion der Zellen, wird dadurch nur noch mehr beeinträchtigt, weil einfach wichtige Baustoffe fehlen. Da die Immunabwehr auch aus Zellen besteht, wird der Unterernährte vermehrt krank werden und sich auch langsamer oder sogar gar nicht mehr regenerieren.

Zehn Regeln von der DGE für Mangelernährung

Viele denken, dass im Alter weniger Nahrung benötigt wird als in jungen Jahren, doch diese Annahme ist falsch – ein älterer Mensch braucht genauso viel Nahrung. Der einzige Grund, warum der Kalorienbedarf im Alter sinken kann, ist, dass sich die meisten Älteren weniger Bewegen, was auch falsch ist.

Die zehn Regeln der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung) gelten für alle Altersstufen, aber die zehn Regeln der deutschen Gesellschaft für Ernährung gelten für Personen jeden Alters. Abwechslungsreiches Essen ist wichtig. Dazu gehören jeden Tag: Getreideprodukte, Kartoffeln und 30 g Balaststoffe. Ein- bis zweimal in der Woche Fisch und Fleisch, Eier und Wurstwaren. Im Durchschnitt reichen 40 bis 70 g Fett am Tag, beim Zucker sollten es schon etwas mehr sein mit 150 bis 200 g pro Tag und Proteine sollten mit ca. 80 g zu sich genommen werden.

Bei bestehenden Bluthochdruck sollte mit Salz vorsichtig umgegangen werden, da dieses den Blutdruck noch mehr ansteigen lassen kann. Benutzen Sie beim Salz am besten nur Jodhaltiges, da Deutschland immer noch zu den Jodmangel-Gebieten gehört. Multivitamin-Präparate können neben der Ernährung helfen, ausreichend Baustoffe zu sich zu nehmen.

Trinken sollte man einen Liter Wasser pro 25 kg Körpergewicht, bei 75 kg wären es 3 Liter am Tag. Darüber hinaus sollte man jeden Tag 30 bis 60 Minuten Sport machen, zusammen mit der vorher beschriebenen Ernährung sollte ein richtiger BMI entstehen. Sollte das Körpergewicht trotz allem weiter sinken, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Hierfür können viele Ursachen in Frage kommen, von Hormonproblemen bis hin zu Karzinomen.

Wie kann eine Mangelernährung erkannt werden?

Häufig werden Gewichtsprobleme erst dann bemerkt, wenn die Kleidung nicht mehr richtig passt. Daher sollte man bei den Patienten und Angehörigen immer auf das Passen der Kleidung achten. Zudem sollte man immer auf alarmierende Signale achten, wenn die betreffende Person Nahrung ablehnt, eingefallene Augen hat, Teilnahmslosigkeit sowie Depressionen ausstrahlt.

Eine Dehydrierung erkennt man an eingetrockneten Schleim an den Mundwinkeln: der Urin wird dunkler und die Haut kann faltiger als sonst werden sowie herunterhängen.

Was ist zu tun bei einer vorliegenden Mangelernährung?

Man sollte sich die Zeit für die Betroffenen nehmen. Viele Senioren verlieren aus Mangel an Nähe die Lust am Essen, hier hilft es der Person beim Essen Gesellschaft zu leisten und über angenehme Themen zu reden. Dabei kann man die Person angenehm und stressfrei zum Essen auffordern, außerdem sieht man genauestens, wieviel gegessen wurde.

Auch Stress kann ein Grund für Appetitlosigkeit sein. Darum sollte man stets versuchen, Sorgen und Stress von so einer Person fernzuhalten oder bestehende Probleme zu mildern. Bei Dehydration empfiehlt sich alle 15 bis 45 Minuten dafür zu sorgen, dass die Person trinkt. Man sollte sich auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen.


Was ist wichtig bei ambulanter Pflege?

Ambulante Pflege bedeutet, dass man zu Hause in den eigenen vier Wänden von speziell geschultem Personal betreut wird. Im Alter, wenn die eigene Kraft etwas nachlässt, eine Krankheit fortschreitet oder das eigene Gedächtnis allmählich nachlässt, ist der Gang in ein Pflegeheim nicht unbedingt notwendig. Ausgebildete Altenpfleger und Altenpflegehelfer unterstützen die Patienten dann bei allem Alltäglichen im eigenen Haushalt.

Sie kommen zum Beispiel morgens für die Morgentoilette und am Abend vor dem zu Bett gehen. Aber auch über den Tag verteilt, ist die Betreuung möglich. Es gibt viele verschiedene Optionen, zwischen denen man wählen kann, je nachdem wie hilfebedürftig man ist. Für viele Menschen ist diese Variante des Alterns die Liebste, da man in seinem gewohnten Umfeld bleiben kann und ein Stückchen Normalität bewahren darf. Es heißt ja nicht umsonst „einen alten Baum verpflanzt man nicht“. Doch gibt es einiges zu beachten, wenn man einen ambulanten Pflegedienst engagieren möchte.

Das Vertrauen muss stimmen

Zwar ist es in der heutigen Zeit kaum mehr möglich, zu einem Betreuer ein spezielles Verhältnis aufzubauen, da oft das Personal schnell wechselt, aber dennoch sollte ein Vertrauensverhältnis entstehen können. Gerade bei intimen Situationen, wie dem Waschen oder der Hilfe beim Toilettengang, ist das wichtig. Vielen Pflegebedürftigen ist es auch lieber, dies von einem Pfleger erledigt zu bekommen, als von den eigenen Familienmitgliedern. Um den richtigen Pflegedienst auszuwählen, sollte man sich nicht blind auf Versprechen verlassen, sondern selbst aktiv werden. Oft gibt es mehrere Pflegedienste, die einen Ort besuchen würden. Man sollte sich im Kreis der Bekannten umhören, auf Erfahrungen der anderen achten, den Hausarzt befragen oder sich einfach selbst im Gespräch bei einem Pflegedienst davon überzeugen, ob es der Richtige ist.

Jede Situation erfordert andere Kenntnisse

Um für sich oder seine Angehörigen den richtigen Pflegedienst zu finden, ist es auch wichtig zu wissen, dass es ganz spezielle Angebote gibt. Während sich die meisten Pflegedienste auf die Grundpflege und die Haushaltshilfe spezialisiert haben und auch Behandlungspflege, also medizinische Versorgung anbieten, gibt es auch speziell ausgerichtete Sozialstationen. So kann es auch möglich sein, einen Intensivpatienten zu Hause pflegen zu lassen. Wieder andere haben sich auf die Onkologie spezialisiert und wissen genau, wie mit Krebspatienten umzugehen ist.

Nähe, Bereitschaft und Kostenübernahme

Man sollte sich sicher sein, was man von einem ambulanten Pflegedienst erwartet. Danach lässt sich dann auch am besten ein geeigneter Dienst auswählen. Will man den Haushalt erledigt haben, soll Essen vorbeigebracht werden, oder auch eine medikamentöse Betreuung erfolgen? Das alles sind Kriterien, nach denen sich die Auswahl der Pfleger richtet. So bekommt man das beste Personal für die eigenen Bedürfnisse. Wichtig ist auch, dass der Pflegedienst in der Nähe ist und in Notfällen schnell zur Stelle sein kann.

Auch eine Bereitschaft in der Nacht ist sinnvoll und wird von vielen Pflegediensten angeboten. Es kann auch hilfreich sein, wenn der Pflegedienst mit Apotheken und Hausärzten zusammenarbeitet. So lassen sich wichtige Informationen direkt übermitteln. Nicht zuletzt spielen aber auch die Kosten eine große Rolle. Denn Pflege ist teuer und frisst nicht selten die gesamte Rente der Patienten auf. Daher sollte man darauf achten, dass die Pflegedienste mit den Krankenkassen vernetzt sind. Je nach der Schwere des Pflegebedürfnisses, welches auch Pflegestufe genannt wird, bekommen die Patienten einige Leistungen von der Krankenkasse gezahlt.


Familienpflegezeit – was man wissen muss

Was hinter dem Wort Familienpflegezeit steht, ergibt sich schon aus dem Namen an sich: Zeit zur Pflege der Familie. Seit dem Jahr 2012 gibt es ein Gesetz, welches regelt, dass Berufstätige den Job mit der Pflege der Angehörigen verbinden können. Das ist wichtig, denn etwas mehr als die Hälfte der pflegebedürftigen Menschen werden in Deutschland zu Hause betreut. Viele Angehörige werden durch ambulante Pflegedienste unterstützt, aber dennoch ist es schwer, die beruflichen Pflichten mit der Pflege daheim in Einklang zu bringen. Dabei hilft das Gesetz.

Altes Recht bleibt bestehen

Vor dem Inkrafttreten des Gesetzes war dieser Bereich des Lebens nicht ganz ungeregelt. Es war auch schon zuvor möglich für Angehörige, die Pflegebedürftigen bis zu sechs Monate zu Hause zu pflegen. Eine solche Pflege musste dem Arbeitgeber wenigstens zehn Tage vor dem Beginn der Zeit mitgeteilt werden. Während dieser Zeit entfielen Gehalts- oder Lohnfortzahlungen, jedoch blieb die Sozialversicherung. Geknüpft war die Regelung allerdings an eine Betriebsgröße von mindestens fünfzehn Mitarbeitern. Bei kleineren Betrieben war es möglich bis zu zehn Tage Pflegezeit zu erhalten, welche durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden musste.

Für Vollzeitbeschäftigte und Teilzeitkräfte

Neu ist, dass Vollzeitkräfte in der Pflegephase, welche bis zu zwei Jahre dauert, ihren Vollzeitjob in einen Halbtagsjob verwandeln können. Dies ist unabhängig von der Größe des Unternehmens. Während dieser Zeit erhalten die Beschäftigten 75 % ihres Gehalts, arbeiten aber nur die Hälfte der Stundenanzahl. Nach den zwei Jahren beginnt die Nachpflegephase. In dieser Zeit arbeitet der Beschäftigte wieder Vollzeit, bekommt aber weitere zwei Jahre nur 75 % des Gehalts. Wenn die Stunden wieder ausgeglichen sind, kann eine neue Pflegezeit beantragt werden.

Für Beschäftigte, die nur halbtags arbeiten, gilt diese Regelung ebenso. Sie reduzieren beispielsweise ihre Stundenzahl von dreißig auf zwanzig Stunden und bekommen fünfundzwanzig Stunden bezahlt. In der Nachpflegephase können sie sich entscheiden, entweder wieder in die dreißig Stunden einzusteigen oder fünf Stunden mehr zu arbeiten und dafür dreißig Stunden bezahlt zu bekommen. Ein Recht auf die Familienpflegezeit gibt es jedoch nicht. Das heißt, der Arbeitgeber muss nicht zustimmen, wenn wichtige Gründe gegen eine solche Pflege vorliegen.

Weitere wichtige Fakten

Tritt während der Pflegezeit der Fall ein, dass die pflegebedürftige Person in ein Heim umzieht oder verstirbt, dann muss der Arbeitgeber so schnell wie möglich darüber informiert werden. Offiziell beendigt, ist die Pflegezeit dann zwei Monate nach dem Umzug in ein Heim oder dem Tod.

Auch wichtig zu wissen ist, dass der Rentenanspruch der Arbeitnehmer auch während der Pflegezeit bestehen bleibt. Lediglich die Summe wird dann nach dem geringeren Gehalt berechnet. Beträgt die Pflegezeit mindestens vierzehn Stunden pro Woche und die Erwerbstätigkeit maximal dreißig Stunden, so zahlt die Pflegekasse nochmal extra in die Rentenkasse ein. Die Summe der eingezahlten Beträge richtet sich nach der Pflegestufe des Angehörigen. Das ermöglicht einen ähnlich hohen Beitrag in die Rentenkasse, wie mit einer Vollzeitbeschäftigung. Eine Familienpflegezeit kann zudem erst beantragt werden, wenn der Angehörige mindestens Pflegestufe 1 erhalten hat.

Kritik an der Familienpflegezeit gibt es besonders hinsichtlich der Rechtslage. Da man keinen Rechtsanspruch auf Bewilligung der Pflegezeit hat, wird angenommen, dass Betriebe Anträgen auf Pflegezeit weniger bzw. nur bedingt zustimmen. Und das, obwohl die Betriebe ein spezielles Darlehen beantragen können, welches ihre Mehrausgaben während der Pflegezeit wieder ausgleicht.


Die 24 Stunden Pflege für Senioren

Ein großer Dank für die freundliche Unterstützung bei der Recherche zu diesem Beitrag über die “24 Stunden Betreuung” geht an help4seniors.de .

Menschen, die ein hohes Alter erreicht haben, zu pflegen, ist eine große Belastung für Angehörige. Zunehmend beliebter wird, die pflegebedürftige Person von einer Betreuungskraft unterstützen zu lassen. Eine einfühlsame und vor allem sehr erfahrene Pflegekraft lebt im Haushalt der älteren Menschen und widmet sich mit umfassender 24 Stunden Pflege der bedürftigen Person. Dadurch können die Senioren gut versorgt in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Die 24 Stunden Pflege ist eine große Entlastung für die Angehörigen.

Eine liebevolle Alternative zur Heimunterbringung

Kranke oder pflegebedürftige Personen, die nicht mehr eigenständig leben können, werden oftmals in einem Heim untergebracht. Eine kompetente 24 Stunden Hilfe für zu Hause, bietet hier eine perfekte Lösung an. Die Pflegekräfte besitzen umfangreiche Erfahrung und professionelles Wissen im Umgang mit älteren Menschen und können gezielt auf den Pflegebedürftigen eingehen.

Welche Aufgaben beinhaltet die 24 Stunden Pflege?

Die Pflegekräfte sind 24 Stunden vor Ort, um dem Senior dabei zu helfen, alles zu bewältigen, was dieser alleine nicht mehr kann. Die Aufgaben der Pflegekräfte gestalten sich je nach eingestufter Pflegeklasse des Betreuten vielfältig. In leichten Fällen fallen relativ einfache Aufgaben an, wie zum Beispiel einkaufen zu gehen, den Abwasch zu erledigen sowie auch das Wäscheaufhängen oder die Hilfe beim Treppensteigen anzubieten. Bei sehr schweren Pflegefällen werden alle anfallenden Aufgaben übernommen, wobei eine 24 Stunden Pflege natürlich nicht die medizinische Versorgung bei schweren Krankheitsfällen ersetzen kann. Die 24h Pflege ist dennoch eine gute Lösung für die Betreuung und Versorgung im hohen Alter.
Alle Aufgaben, welche die pflegebedürftige Person noch selbst verrichten kann, werden ihr natürlich nicht abgenommen. Dies verhindert, dass sich die Pflegepersonen in der 24 Stunden Betreuung nutzlos vorkommen. Darüber hinaus erlaubt es den pflegebedürftigen Personen, soweit das möglich ist, weiterhin einen eigenverantwortlichen Lebensstil führen zu können.

Aktivierende und motivierende Pflege

Zu einer 24 Stunden Betreuung gehört auch sich mit dem betreuungsbedürftigen Menschen zu beschäftigen und ihn zu unterhalten, zu motivieren und aufzumuntern.
Die fortwährende Anwesenheit der Betreuerin kann alte, zurück gezogene Menschen motivieren und vitalisieren. Aktivitäten, wie gemeinsame Spaziergänge sowie die
Begleitung zu Arztbesuchen oder zu Terminen beim Friseur muntern die Senioren auf.
Gesellschaftsspiele und Singen sind eine Möglichkeit sich zu beschäftigen.
Erlebnisse von früher auszutauschen und Geschichten zu erzählen munter genauso auf, ebenso wie den Pflegebedürftigen im Rahmen seiner möglichen Fähigkeiten in alle Haushaltstätigkeiten miteinzubeziehen.

Vorteile und Nachteile der 24 Stunden Pflege für Senioren

Eine 24 Stunden Pflege für zu Hause ist vor allem für die Personen geeignet, welche den Alltag nicht mehr allein bewältigen können. Die 24h Pflege bietet gegenüber anderen Formen der Pflege viele Vorteile. Ein großer Pluspunkt der 24 Stunden Pflege ist natürlich, dass der alte Mensch in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann. Zudem bleiben die sozialen Kontakte dank der Pflegekraft erhalten. Die professionelle Betreuung vor Ort bietet dem Pflegebedürftigen eine individuelle Betreuung und entlastet die Angehörigen, die sich mit einem guten und beruhigten Gefühl ihrem Berufsleben zuwenden können. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zu einem Pflegeheim ist, dass in einem Heim viele Sachen nach einem vorgegebenen Zeitplan erledigt werden. Dies ist bei der 24h Pflege ganz anders. Die pflegebedürftige Person kann entscheiden, wann was gemacht wird. Der einzige Nachteil an der rundum Pflege sind natürlich die Kosten, welche in einem Heim jedoch noch intensiver wären.