Lebensmittel mit Mineralstoff-Power – wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente

Vitamine allein reichen nicht aus, um gesund zu sein. Mineralstoffe und Spurenelemente sind genauso wichtig für die Arbeiten im Körper eng mit Vitaminen zusammen und sorgen erst gemeinsam für eine optimale Gesundheit.

Mineralien und ihre Eigenschaften

Mineralien sind in allen Zellen und Geweben enthalten, je nach Lokalisation sind sie in unterschiedlichen Mengen vorhanden. Alle Gewebe und Flüssigkeiten unseres Körpers enthalten unterschiedlichste Mengen an Mineralien.

Sie sind wichtige Bestandteile und kommen in Zähnen, Knochen, Muskeln, Bindegeweben, Nervenzellen und dem Blut vor. Mineralien sind für diese Orte sehr wichtig und unersetzbar, da der Körper die Stoffe nicht von sich aus herstellen kann. Deswegen ist es unerlässlich, Mineralien mit der täglichen Nahrung aufzunehmen.

Da der Körper die Mineralien nicht selbst herstellen kann, müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Nach der Aufnahme steuern sie wichtige biochemische Prozesse in einer Zelle: Sie sorgen für einen Transport von Sauerstoff, Nährstoffen und Abbauprodukten. Sie helfen dem Immunsystem, Abwehrstoffe gegen Krankheiten zu bilden. Außerdem sind sie auch ein wichtiger Bestandteil der Muttermilch. In Verbindung mit einigen Vitaminen sorgen sie dafür, dass Neurotransmitter richtig hergestellt werden können. Diese Neurotransmitter sind verantwortlich für die chemische Weiterleitung von Informationen von einer Nervenzelle auf eine Zielzelle.

In welchen Nahrungsmitteln stecken Mineralstoffe?

Es gibt eine Vielzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen, die im Körper viele wichtige Aufgaben übernehmen.

Linsen enthalten viel Eisen, 8 mg pro 100 g. Eisen ist wichtig für den richtigen Transport von Sauerstoff, dabei wird der Sauerstoff am Hämoglobin der Erythrozyten gebunden. Eisen ist für diese unerlässlich. Folgen können eine Eisenanämie sein.

In trockenen Aprikosen steckt fünfmal mehr Kalium wie in Frischen. Kalium ist wichtig für den Transport von Impulsen innerhalb der Nerven. Ein Mangel kann zu Herzrhythmusstörungen führen.

Frischer Fisch ist wichtig für den Jodhaushalt, 100 g Fisch enthalten 220 µg Jod. Darüber hinaus sollte immer mit Jodsalz gesalzen werden. Ein Mangel an Jod kann zu einer sichtbaren Vergrößerung der Schilddrüse führen. Das Jod ist wichtig für die Produktion einiger Hormone der Schilddrüse, wie T3 und T4.

Der Verzehr von Amarant kann hilfreich dabei sein, Eisen, Magnesium, Mangan und Magnesium aufzufüllen. Steinpilze enthalten Selen und Zink, welches besonders für das kindliche Wachstum, aber auch für Erwachsene unerlässlich und wichtig ist.

Das Kakaopulver der Schokolade enthält unter anderem Zink, Mangan, Chrom, Kupfer und Eisen. Die Hirse enthält neben Eisen und Magnesium, auch Mangan, Kupfer und Zink.

Milchprodukte darunter auch Käse, haben eine Menge Kalzium, welches wichtig ist für die Knochenstruktur. Soja enthält eine Menge an Kupfer, Mangan, Zink und Eisen.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente reichen alleine nicht aus

Die besagten Substanzen reichen aber alleine nicht aus, um gesund zu sein und zu bleiben. Ebenso wichtig ist es mindestens 30 bis 60 Minuten am Tag Sport zu treiben und ausreichend Schlaf zu bekommen von 7 bis 8 Stunden. Beim den Mahlzeiten sollten am Tag 60 bis 80 g Proteine zu sich genommen werden, diese befinden sich vor allem in Fleisch und Fisch, aber auch in Nüssen und anderen Produkten in kleiner Dosis.

30 bis 70 g Fett pro Tag ist als Baufett für Organe und Augen wichtig, außerdem gibt es noch essentielle Fettsäuren, auf die der Körper nicht verzichten kann. Auch an Zucker sollte nicht zu sehr gespart werden – 150 bis 200 g am Tag sollten es sein, wobei Zucker nicht über Süßigkeiten aufgenommen werden sollte, sondern viel mehr aus gesünderen Nahrungsmitteln, ein wenig Naschen, ab und an, kann aber auch nicht schaden.

Beim Trinken sollte vor allem Wasser gewählt werden. Hier gibt es eine Regel: 1 Liter pro 25 kg Körpergewicht. Also ein 25 kg schweres Kind soll mindestens 1 Liter zu sich nehmen, bei 50 kg 2 Liter, bei 75 kg 3 Liter und bei 100 kg sogar 4 Liter. Keine Angst – solange es nur Wasser ist, kann man nicht zunehmen, da Wasser keine Kalorien hat. Sollte es durch Wasser aber trotzdem zu einer Gewichtszunahme kommen, muss ein Arzt aufgesucht werden, um krankhafte Ödeme oder hormonelle Krankheiten auszuschließen.


Kaliummangel erkennen und behandeln

Kalium ist ein sehr wichtiges Mineral, welches beim Transport von elektrischen Nervenreizen eine sehr wichtige Rolle spielt. Außerdem ist Kalium noch wichtig für die Regulierung des Wasserhaushaltes. Ein Mangel an Kalium im Blut kann sogar zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

Normalerweise wird Kalium aus der alltäglichen Nahrung entzogen und ein Zuviel an Kalium wird dann auf natürlichen Wege ausgeschieden. Doch es kann aus den verschiedensten Gründen zu einem sogar gravierenden Kaliummangel kommen.

Die Ursachen für einen Kaliummangel

In der Regel reicht eine ausgewogene Ernährung völlig aus, um ausreichend Kalium aufzunehmen, da der Mineralstoff in vielen Nahrungsmitteln steckt.

Ein Mangel an Kalium kann bei vorliegenden Magen-Darm-Erkrankungen auftreten, vor allem denen mit Erbrechen und Durchfall. Außerdem können Fisteln innerhalb vom Darm, die Einnahme von Diuretika und Abführmittel über einem längeren Zeitraum zu einem Mangel an Kalium führen. Neben den jetzt genannten Ursachen können noch Bulimie, zu hoher Salzkonsum, Alkohol, starkes Schwitzen, zu weniges Trinken, hohes Alter und Hochleistungssportler eine Hypokaliämie (Kaliummangel) entwickeln.

Anzeichen und Symptome für einen Kaliummangel

Dieser kann sich durch recht neutrale Symptome bemerkbar machen, die nicht direkt einem Mangel an Kalium zugeordnet werden können. Zu den Symptomen zählen Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit. Symptome, welche besonders für einen Kaliummangel sprechen, sind Muskelkrämpfe, Verstopfung, Kreislaufprobleme und Lähmungserscheinungen, da Kalium – wie schon erwähnt – wichtig ist für die Impuls-Übertragung von den Nervenbahnen.

Ist der Prozess gestört, können die Axone der Nervenzellen nicht mehr richtig Befehle vom Soma zu den Synapsen übertragen, so dass keine Befehle mehr vom Gehirn an die Zielzellen gelangen. Eine Hypokaliämie kann schwerwiegende Folgen haben. Es kann zu tödlichen Herzrhythmusstörungen kommen, da die Nervenzellen im Herzmuskel durch das Fehlen des Kaliums, ihre Arbeit nicht mehr richtig verrichten können.

Einen vorhandenen Kaliummangel richtig ausgleichen

In der Regel ist ein Ausgleich von Kalium kein Problem. Betroffene Patienten müssen nur zu kaliumreichen Lebensmitteln greifen: beispielsweise Trockenobst oder Avocados. Kalium aus der Apotheke sollte nur auf Anweisung des Arztes genommen werden. Der einfachste Weg viel Kalium zu sich zu nehmen, ist es Hülsenfrüchte oder Kartoffeln lange zu kochen.

Das geht, weil Kalium ein Wasser löslicher Stoff ist. Beim längeren Kochen verbleit das Kalium im Wasser, welches man gut für eine Suppe oder Soße verwenden kann. Bei Erkrankungen der Nieren, ist eine Kaliumaufnahme über die normale Nahrung so einfach nicht mehr möglich. Das muss natürlich zuerst durch einen Arzt festgestellt werden, der am Ende die richtige Behandlung mit kaliumhaltigen Medikamenten einleiten wird, ob in Form von Tabletten oder Infusionen.

Achtung! Es kann auch zu einer Kaliumvergiftung kommen, die sogar tödliche Ausmaße annehmen kann, weil sie zu einem Herzstillstand führen kann. Das gilt allerdings nur für die Einnahme von kaliumhaltigen Medikamenten, ein Zuviel Kalium aus Nahrung ist sehr ungewöhnlich. Sollten nach der Einnahme der Medikamente irgendwelche Probleme entstehen, vor allem im Herz-Kreislauf-Bereich, rufen sie umgehend einen Notarzt.

Lebensmittel, die viel Kalium enthalten

Neben dem bereits erwähnten Trockenobst und Avocados, gibt es noch weiteres Obst, wie Bananen, und Gemüse, vor allem Fenchel und Kartoffeln, die viel Kalium besitzen. Außerdem enthalten noch Nüsse, Hülsenfrüchte und Pilze eine Menge Kalium in sich.